Der Tag"Trostfrauen"-Denkmal bleibt in Berlin - nach einem kleinen Umzug

Seit längerem gibt es Streit um die "Trostfrauen"-Statue mit dem Berliner Bezirk Mitte. Das Denkmal im Stadtteil Moabit erinnert an Opfer sexueller Gewalt im Zweiten Weltkrieg in Japan. Nun ist der Streit um die Friedensstatue beigelegt: Eine Mietergenossenschaft stelle kostenfrei eine öffentlich zugängliche Fläche zur Verfügung, auf welche die Statue umziehen könne, teilt das Bezirksamt Mitte mit. Es ist auch nur ein kleiner Umzug: Die Fläche sei hundert Meter vom derzeitigen Standort entfernt. Zunächst stand sie mit einer befristeten Genehmigung ab 2020 am bisherigen Standort. Nach zweimaliger Verlängerung lehnte der Bezirk eine erneute Verlängerung im vergangenen Jahr ab und ein Rechtsstreit um die Skulptur entstand.
Die Bronzefigur ist einer Statue nachempfunden, die in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul vor der japanischen Botschaft steht. Nach Schätzungen von Historikern missbrauchten japanische Soldaten während des Pazifikkriegs rund 200.000 junge Frauen, zumeist Koreanerinnen, als Sexsklavinnen. Diese Frauen wurden von den Japanern beschönigend "Trostfrauen" genannt.