Der TagTrumps Cyber-Experte Giuliani hackt sich selbst
Dass jemand, wer als Cyber-Sicherheitsberater des US-Präsidenten arbeitet, ein bisschen Ahnung von den gängigsten Social Media Plattformen haben sollte, ist ja selbstverständlich. Oder doch nicht?
Rudy Giuliani, Trumps Cyber-Sicherheitsberater, wollte am Freitag einen Tweet absetzen, da ist ihm ein Tippfehler unterlaufen. Passiert. Giuliani hatte zwischen zwei Sätzen kein Leerzeichen getippt. Und so wurde aus "G-20", dem Punkt am Satzende und dem "In" am Anfang des nächsten Satzes automatisch eine Internet-Adresse: G-20.in. Hier ist der Tweet:
Da die Domain bis dahin nicht vergeben war, gab's zunächst Problem. Doch dann kaufte jemand die Domain und bastelte eine einfache Website mit folgender Botschaft: "Donald J. Trump ist ein Verräter unseres Landes", berichtet der "Spiegel" und mehrere US-Medien. Wer jetzt also auf den Link in Giulianis Tweet klickt, bekommt die Botschaft zu sehen.
Doch das Beste an der ganzen Geschichte ist Giulianis Reaktion auf den Streich. "Twitter hat es jemandem erlaubt, mit einer ekelhaften Anti-Präsidenten-Nachricht in meinen Text einzudringen", schrieb der Cyber-Experte. "Dieselbe Sache - kein Leerzeichen - trat später auf und es passierte nicht." Damit bezog sich Giuliani auf zwei weitere fehlende Leerzeichen in seinem Tweet. Da aber ".either" oder "!supervision" keine Teile einer möglichen Domain sein können, wurde auch kein Link generiert.
Dass man eigene Tweets löschen kann, das hat Trumps Cyber-Experte offenbar auch nicht gewusst.