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Der TagTürken boykottieren bestimmte Marken - und werden inhaftiert

03.04.2025, 12:51 Uhr

In der Türkei sind nach Boykottaufrufen gegen zahlreiche mutmaßlich regierungsnahe Marken und Unternehmen elf Menschen bei Razzien verhaftet worden. Insgesamt habe es Haftbefehle gegen 16 Verdächtige gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Fünf Personen werden demnach noch gesucht. Unter den Verhafteten soll mehreren Medienberichten zufolge auch ein türkischer Schauspieler sein. Die Ermittlungen wurden demnach wegen Verbreitung von "Hass und Diskriminierung" und "Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit in der Öffentlichkeit" unter anderem in den sozialen Medien eingeleitet. Justizminister Yılmaz Tunç hatte zuvor die Aufrufe kritisiert. Ein Boykottaufruf, "der sich gegen bestimmte Marken richtet, ist eine organisierte Hetzkampagne gegen die Wirtschaftsordnung", schrieb Tunç auf X. Die Boykottaufrufe hängen mit der Inhaftierung des mittlerweile abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu zusammen. Oppositionelle appellierten an die Menschen, als Zeichen des Protests diverse Marken, Unternehmen und Medienanstalten, die der Regierung mutmaßlich nahestehen, zu meiden.

Quelle: ntv.de