Der Tag

Der TagUS-Behörden nehmen fünfjährigen Jungen bei Einwanderungsrazzia in Gewahrsam

23.01.2026, 07:48 Uhr
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Der kleine Liam Conejo Ramos mit der blauen Mütze wurde von ICE-Beamten abgeführt. (Foto: Rachel James via REUTERS)

Es scheint, als wolle die US-Regierung jeden Tag die Grenzen des Machbaren und Erduldbaren verschieben. So lange, bis sämtlicher ziviler Widerstand gebrochen ist und absolute Resignation eintritt. Im Großraum Minneapolis haben US-Einwanderungsbehörden im Zuge der von Präsident Donald Trump verschärften Gangart gegen illegale Einwanderung mindestens vier Kinder in Gewahrsam genommen, darunter einen fünfjährigen Jungen. Dies teilten Vertreter der Stadt und des Schulbezirks mit. Der Fünfjährige habe am Dienstag mitansehen müssen, wie maskierte Behördenmitarbeiter seinen Vater vor ihrem Haus festnahmen, sagte die Stadträtin Rachel James, die den Vorfall beobachtete. Sie hätten den Jungen dann zum Haus gebracht und ihm bedeutet, an die Tür zu klopfen. "Ich kann Ihnen sagen, was ich in seinem Gesicht sah. Er war wie erstarrt und gelähmt", sagte James. "Er weinte nicht, aber er sah so verängstigt aus."

Das US-Ministerium für Innere Sicherheit teilte mit, der Vater des Jungen habe sich illegal im Land aufgehalten. Eine Sprecherin erklärte, die Einwanderungsbehörde ICE habe nicht auf ein Kind abgezielt. Der Vater sei vor den ICE-Mitarbeitern geflohen und habe sein Kind zurückgelassen. Die Schulrätin des Bezirks, Zena Stenvik, widersprach dieser Darstellung. Die Familie habe ein laufendes Asylverfahren und es liege kein Abschiebebefehl vor. "Warum nimmt man einen Fünfjährigen fest?", fragte sie auf einer Pressekonferenz. Stenvik zufolge wurden in den vergangenen zwei Wochen drei weitere Minderjährige im Alter von 10 und 17 Jahren von ICE-Mitarbeitern festgenommen.

Quelle: ntv.de