Der TagUS-Gerichtsmedizin: Kubaner wurde in ICE-Haft getötet
Im Juli 2025 wird ein vierfacher Vater aus Kuba im Bundesstaat New York festgenommen. Im September wird der 55-Jährige in der Abschiebeanstalt Camp East Montana inhaftiert. Laut der US-Einwanderungsbehörde (ICE) war der Mann mehrfach vorbestraft und sollte deshalb ausgewiesen werden. Doch dazu kommt es nicht mehr, der Mann stirbt im Januar in Haft. Mehrere Medien berichten nun übereinstimmend über einen gerichtsmedizinischen Befund, wonach der Tod des Kubaners als Tötung eingestuft wird. Der Mann sei aufgrund von Druck auf Hals und Oberkörper erstickt, hieß es unter Berufung auf den Bericht der Gerichtsmedizin El Paso im US-Bundesstaat Texas. Die rechtsmedizinischen Ergebnisse stehen damit im Widerspruch zu Aussagen von ICE, wonach der 55-Jährige durch Suizid gestorben sein soll.
Vergangene Woche hatte die "Washington Post" unter Berufung auf einen Mitinsassen berichtet, dass Wachbeamte den 55-Jährigen gewürgt haben sollen. Der Zeuge habe auch gehört, wie der Mann wiederholt gesagt haben soll, dass er nicht atmen könne, berichtet die Zeitung. Medizinisches Personal habe eine Stunde lang versucht, den Kubaner wiederzubeleben; danach sei sein Leichnam weggebracht worden.