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Der TagUSA und Philippinen schließen Deal zu afghanischen Asylbewerbern

20.08.2024, 07:02 Uhr

Die USA und die Philippinen haben sich auf eine vorübergehende Aufnahme "einer begrenzten Zahl" von afghanischen Asylbewerbern in dem südostasiatischen Inselstaat geeinigt. Das teilte das Außenministerium in Manila mit. Die Betroffenen, die vor dem Abzug der US-Truppen und der Machtübernahme der Taliban für die USA gearbeitet hatten, sollen auf den Philippinen auf die Erteilung ihrer Sondervisa warten.

Mit diesen Visa dürfen sie anschließend in die Vereinigten Staaten einreisen. Im vergangenen Jahr hatten Regierungsquellen in Manila berichtet, dass 600 Afghanen an einer Pilotphase teilnehmen sollen. Anschließend wird laut Vereinbarung jeweils eine begrenzte Zahl weiterer Asylbewerber folgen, die maximal 59 Tage auf den Philippinen bleiben dürfen. Alle Kosten, wie etwa Lebensmittel, medizinische Versorgung und Unterkünfte, werden von den USA bezahlt.

Berichten zufolge hatten die USA den engen Bündnispartner bereits 2022 gebeten, rund 50.000 Afghanen, die vor den Taliban auf der Flucht sind, bis zur Regelung der Visa-Formalitäten aufzunehmen - was jedoch auf den Philippinen für eine politische Kontroverse gesorgt hatte. Unter anderem gab es Sorge vor möglichen Terroranschlägen auf die früheren Helfer.

Quelle: ntv.de