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Der TagÜber 18.000 Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch erfasst

21.08.2025, 11:41 Uhr

Die Zahl von Sexualstraftaten gegen Kinder und Jugendliche bleibt erschreckend hoch: Im vergangenen Jahr hat die Polizei mehr als 18.000 Opfer im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch gezählt - das ist nur ein geringer Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Dunkelziffer liegt höher, dies sind nur die erfassten Fälle. Das Bundeskriminalamt hat das Lagebild "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" vorgelegt. Hier sind einige Punkte, die genannt werden:

  • 13.365 der Opfer waren Mädchen, 4720 Jungen.

  • In mehr als der Hälfte der Fälle bestand zwischen Opfer und dem oder der Tatverdächtigen eine Vorbeziehung, die die Täter ausnutzten.

  • Mehr als jedes zweite Opfer kannte seine Peiniger etwa aus der Familie oder aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis.

  • Auch die Tatverdächtigen sind oft jung: Beim sexuellen Kindesmissbrauch war ein knappes Drittel der Verdächtigen unter 18 Jahren alt.

  • Viele Sexualdelikte finden online statt: Laut den Ermittlern werden immer mehr Missbrauchshandlungen online live gestreamt.

  • Ein weiteres Problem ist das sogenannte Cybergrooming. Dabei geben sich die Täter in sozialen Netzwerken oft als ungefähr gleichaltrig aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. In vielen Fällen bringen sie die Kinder dazu, ihnen freizügige Fotos zu senden.

Quelle: ntv.de