Der TagÜbergriffe in Hamburg: Ermittlungsgruppe aufgelöst
Drei Monate nach den massenhaften sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat die Hamburger Polizei ihre Sonder-Ermittlungsgruppe aufgelöst.
"Die meisten Spuren sind abgearbeitet", sagte ein Polizeisprecher. Die Sonderkommission bearbeitete demnach 243 Strafanzeigen von 403 betroffenen Frauen und ermittelte 21 Tatverdächtige. Fünf von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.
Gegen einen 29-jährigen Afghanen, der als erster Tatverdächtiger am 21. Januar verhaftet worden war, hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage wegen sexueller Nötigung erhoben, wie eine Sprecherin mitteilte.
Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sind unter den 21 Tatverdächtigen sieben Afghanen, je drei Algerier, Syrer und Iraner, zwei Marokkaner sowie je ein Tunesier, Chilene und ein Mann aus dem früheren Jugoslawien. Die Ermittlungen werden nun unter Federführung der Abteilung für Sexualdelikte im Landeskriminalamt fortgesetzt.