Der TagUmstrittener Kardinal Pell bekommt kein Staatsbegräbnis
Nach dem Tod des australischen Kardinals George Pell soll es in seiner Heimat kein Staatsbegräbnis für den umstrittenen Kirchenmann geben. Diese Möglichkeit werde "ganz klar" ausgeschlossen, sagte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews. Er könne sich "nichts Schmerzlicheres" für Menschen vorstellen, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden seien, als ein solches Staatsbegräbnis, betonte Andrews. Gleichzeitig drückte er Pells Familie, Kollegen und Freunden sein Beileid aus.
Der am Dienstag im Alter von 81 Jahren in Rom gestorbene Geistliche war unter Franziskus jahrelang die Nummer drei im Vatikan und der ranghöchste Geistliche in der Geschichte der katholischen Kirche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Im Jahr 2020 wurde Pell jedoch im Berufungsverfahren nach rund 13 Monaten Haft freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen.