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Der Tag"Unnötig" - Trump will US-Geheimdienste schrumpfen

05.06.2026, 21:00 Uhr

Cyber-Attacken, Krieg mit dem Iran, mögliche russische Einmischung - allesamt gute Gründe, um Geheimdienste in den USA zu stärken. Eigentlich. US-Präsident Donald Trump geht einem Bericht zufolge allerdings den gegenteiligen Weg. Umsetzen soll das jemand, der im Bereich Geheimdienste überhaupt keine Erfahrung hat. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder Analysen von US-Geheimdiensten, etwa zum Iran-Krieg, ignoriert.

US-Präsident Donald Trump will einer Zeitung zufolge die US-Geheimdienste verkleinern. Er habe den designierten kommissarischen Geheimdienstkoordinator Bill Pulte angewiesen, mit der Entlassung einer großen Zahl von Mitarbeitern zu beginnen, sagte Trump dem "Wall Street Journal". Das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, das 18 Bundesbehörden und -einheiten beaufsichtigt, sei "unnötig und/oder zu groß", sagte der Präsident. "Ich hätte es gerne kleiner. Ich glaube, es gibt dort viele Leute, die da nichts zu suchen haben", zitierte ihn die Zeitung.

Pulte soll das Amt am 30. Juni von der derzeitigen Amtsinhaberin Tulsi Gabbard übernehmen, ist jedoch nur für maximal 210 Tage als kommissarischer Direktor vorgesehen. Trump deutete am Donnerstag an, dass er den 38-jährigen Chef der Bundesbehörde für Wohnungsfinanzierung nicht als dauerhaften Direktor nominieren werde. Pulte verfügt über keine Erfahrung im Sicherheitsbereich. Auch Außenminister Marco Rubio erklärte bei einer Kongressanhörung am Mittwoch, er habe den Namen Pulte trotz seiner jahrelangen Tätigkeit im Geheimdienstausschuss des Senats noch nie gehört.

Quelle: ntv.de