Der Tag"Unser William" und "unsere Kate" heiraten am Wochenende

Wäre Bayern noch eine Monarchie, hätte Ludwig Prinz von Bayern gute Chancen, eines Tages den Thron zu besteigen. Doch einen König gibt es nicht mehr. Trotzdem ist die Hochzeit des Wittelsbachers mitten in München ein großes Ereignis - auch wenn Deutschland seit mehr als 100 Jahren keine Monarchie mehr ist. Am Samstag aber heiratet Ludwig Prinz von Bayern (nennt sich selbst nur Ludwig Bayern), Spross des früheren bayerischen Herrscherhauses der Wittelsbacher, seine Sophie-Alexandra Evekink in der Theatinerkirche in München.
Der 40-Jährige ist Ururenkel des letzten Bayern-Königs Ludwig III., die Braut ist Politik- und Kriminalwissenschaftlerin aus einer niederländisch-kanadischen Familie. Schaulustigen wird einiges geboten: Auf dem Odeonsplatz vor der Kirche werden Abordnungen bayerischer Gebirgsschützen erwartet, ebenso Trachtenvereine und Blumenkinder aus allen Regionen Bayerns. Sie würden ab 8.30 Uhr ein Spalier für die Gäste bilden. Gegen 9.55 Uhr soll der Erzbischof von München und Freising die Braut vor der Kirche begrüßen. Gegen 11.30 Uhr werde das Paar aus der Kirche ausziehen. Danach lädt Wittelsbacher-Chef Franz Herzog von Bayern die Hochzeitsgesellschaft zu einem Empfang ins prachtvolle Schloss Nymphenburg.
Die standesamtliche Hochzeit war bereits im Winter. Mit dem Pomp der Krönung des britischen Königs Charles III. wird das Fest aber nicht vergleichbar sein. "Es fehlt zwar der imperiale Glanz ein wenig, dafür kommt die bayerische Sympathie dazu, die beinahe noch schöner ist", erzählt Ludwig der "Süddeutschen Zeitung". Beim Empfang wird regional und bio gespeist, statt Geschenken wünscht das Paar sich Spenden an den Hilfsverein Nymphenburg.