Der TagUralte Urkunde entdeckt - neuer Streit um deutsche Bratwurst
Bislang schmückt sich das Lokal "Wurstkuchl" in Regensburg als "Älteste Bratwurststube der Welt". Nun muss die Historie wohl umgeschrieben werden: Erfurter Forscher haben eine deutlich ältere Urkunde gefunden. Damit wollen sie den bislang ältesten Nachweis für einen Bratwurststand gefunden haben. In einer Urkunde von 1269 sei von einer Hütte und einem Bräter an der bekannten Krämerbrücke die Rede, sagen der Projektleiter Welterbe der Thüringer Landeshauptstadt, Martin Sladeczek, und der emeritierte Historiker Karl Heinemeyer.
Im Jahr 1404 wurde in Arnstadt "1 Groschen für Bratwurstdärme" ausgegeben. Aus Sicht von Thomas Mäuer vom Deutschen Bratwurstmuseum in Mühlhausen ist diese Rechnung der erste Nachweis für die Bratwurst überhaupt, da hier das erste Mal das Wort Bratwurst geschrieben wurde. Tatsächlich ist in der Urkunde, die eigentlich die Pachtrechte auf der Krämerbrücke festhalten sollte, nicht vermerkt, was dort gebraten wurde. Aber, so Sladeczek: "Wir wissen, was die Menschen im Mittelalter gegessen haben: Würste und gebratenes Fleisch."