Der TagUrteil gegen 66-jährigen Brandsatzleger gefällt
Er konnte die 300.000 Euro, die das Finanzamt Hannover als Steuernachzahlungen von ihm wollte, nicht bezahlen. Das war offenbar Grund genug für einen 66-Jährigen, mehrere Brandsätze in der Behörde zu verstecken. Das Gericht verurteilt den Mann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen "versuchter Brandstiftung". Er hatte die Tat gestanden.
Entdeckt wurden die Brandsätze Anfang Dezember 2017 sowie gut einen Monat später.
Nur weil die Zündvorrichtungen nicht funktionierten, kam es zu keinem Feuer.
Zu Lasten des Angeklagten wertete das Gericht die akribische Vorbereitung und die Gefahr, die von den Brandsätzen ausging - zu seinen Gunsten wurde das Geständnis berücksichtigt.
Einen Brandsatz hatte er in einem Aktenraum in einem Regal zwischen Steuerordnern deponiert, zwei weitere in einem Zimmer versteckt.
Eine Selbstanzeige beim Finanzamt habe dem selbstständigen Spediteur das Genick gebrochen, erklärte er während des Prozesses.