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Der TagUrteil gegen 66-jährigen Brandsatzleger gefällt

10.07.2019, 19:33 Uhr

Er konnte die 300.000 Euro, die das Finanzamt Hannover als Steuernachzahlungen von ihm wollte, nicht bezahlen. Das war offenbar Grund genug für einen 66-Jährigen, mehrere Brandsätze in der Behörde zu verstecken. Das Gericht verurteilt den Mann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen "versuchter Brandstiftung". Er hatte die Tat gestanden.

  • Entdeckt wurden die Brandsätze Anfang Dezember 2017 sowie gut einen Monat später.

  • Nur weil die Zündvorrichtungen nicht funktionierten, kam es zu keinem Feuer.

  • Zu Lasten des Angeklagten wertete das Gericht die akribische Vorbereitung und die Gefahr, die von den Brandsätzen ausging - zu seinen Gunsten wurde das Geständnis berücksichtigt.

  • Einen Brandsatz hatte er in einem Aktenraum in einem Regal zwischen Steuerordnern deponiert, zwei weitere in einem Zimmer versteckt.

  • Eine Selbstanzeige beim Finanzamt habe dem selbstständigen Spediteur das Genick gebrochen, erklärte er während des Prozesses.