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Der TagUrteile zu Pferdefleisch-Skandal in Frankreich gesprochen

28.02.2023, 17:28 Uhr

Wegen eines Pferdefleischskandals in Frankreich verurteilt ein Gericht 24 Angeklagte. "Der Betrug ist eindeutig und hätte die Gesundheit gefährden können", sagt die zuständige Staatsanwältin in Marseille. Der Hauptverantwortliche wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt: Zwei Jahre Haft auf Bewährung und ein Jahr mit einer elektronischen Fußfessel. Die übrigen erhalten ebenfalls Bewährungsstrafen von zwei bis 30 Monaten.

Ein Labor von Sanofi-Pasteur in Südfrankreich hatte einem Pferdhändler ehemalige Rennpferde abgekauft und sie dafür genutzt, Antikörper für Impfstoffe gegen Tollwut und Tetanus zu produzieren. Pferde sind dafür bekannt, besonders viele Antikörper zu entwickeln. Diese Pferde wurden mithilfe gefälschter Papiere anschließend illegal an Metzger verkauft. Das Fleisch der Laborpferde war für den menschlichen Verzehr verboten. Nach Einschätzung von Experten bestand jedoch kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher. Die Affäre war 2012 in Folge eines anonymen Briefs bekannt geworden.

Quelle: ntv.de