Der TagValérie Bacot tötete Vergewaltiger - Französin zu Haftstrafe verurteilt
In einem Aufsehen erregenden Prozess ist die Französin Valérie Bacot wegen der Tötung ihres gewalttätigen Ehemanns zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Davon wurden drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Da sie bereits ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht habe, müsse die Mutter von vier Kindern nicht ins Gefängnis zurückkehren.
Bacot wurde über Jahrzehnte hinweg von ihrem Ehemann misshandelt. Ihren Leidensweg beschrieb die 40-Jährige im kürzlich erschienenen Buch "Tout le monde savait" (was übersetzt auf Deutsch heißt: Alle wussten es). Bereits als zwölf Jahre altes Mädchen habe der damalige Liebhaber ihrer Mutter sie vergewaltigt. Er wurde verurteilt und kam ins Gefängnis, kehrte dann aber wieder in die Familie zurück. Mit 17 wurde sie schwanger und sah sich - von der eigenen Mutter verstoßen - gezwungen, ihren 25 Jahre älteren Peiniger zu heiraten. Letztlich habe sie ihn - auch zum Schutz einer ihrer Töchter, die sie als von ihm gefährdet ansah - mit einem Schuss ins Genick getötet.