Der TagVerbände kritisieren "Hochrisiko-Vertrag" von CDU und SPD
Das Thema Umweltschutz wurde im Wahlkampf und den Koalitionsverhandlungen immer mehr zu Randthema. Mehrere Umweltverbände haben sich nun überwiegend kritisch zum vereinbarten Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD geäußert. Die Verbände, darunter Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe und der WWF, befürchten Rückschritte im Kampf gegen den Klimawandel und beim Schutz von Natur und Umwelt, wie aus den jeweiligen Stellungnahmen hervorgeht.
"Union und SPD haben einen Hochrisiko-Vertrag für das Klima und den Naturschutz abgeschlossen. In vielen Bereichen ist ein Rückschlag zu befürchten", schreibt etwa der Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Der Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser kommentiert: "Die neue Koalition will die Marktkräfte entfesseln, die in den letzten Jahrzehnten Klima und Natur zerstört haben. Sie plant, in nie dagewesenen Umfang Gelder zu verteilen, aber verliert dabei Effizienz und Klimagerechtigkeit in vielen Bereichen aus dem Blick." Matthias Meißner vom WWF kritisierte, dass Union und SPD "Mut und Weitsicht" fehlten, die richtigen Impulse in Richtung Klimaneutralität und Naturschutz zu setzen.