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Der TagVerfahren gegen verstorbenen Papst Benedikt XVI. startet erst Ende Juni

23.03.2023, 13:00 Uhr

Nach der Absage des ursprünglichen Termins will das Landgericht Traunstein im Verfahren gegen den verstorbenen Papst Benedikt XVI. nun am 20. Juni verhandeln. In dem Zivilverfahren geht es um einen Missbrauchsfall, der sich in der Zeit Benedikts als Erzbischof in München und Freising ereignete. Die Zivilklage richtet sich gegen einen verurteilten Priester, das Erzbistum sowie Ratzingers Nachfolger im Amt des Erzbischofs, Kardinal Friedrich Wetter - und ursprünglich auch gegen den verstorbenen Papst selbst. Strafrechtlich hat das Ganze zwar keine Bedeutung mehr, aber es geht um die Frage der Schuld, die Bistumsverantwortliche in dem Fall möglicherweise auf sich geladen haben. Auch neue Erkenntnisse bei der Suche nach Erben von Benedikt XVI. lägen dem Gericht nicht vor, sagte die Gerichtssprecherin. Das Landgericht hatte den ursprünglichen Verhandlungstermin zunächst verschoben, weil keine Rechtsnachfolger des Papstes ermittelt werden konnten. Nach früheren Angaben seines langjährigen Privatsekretärs und Testamentsvollstreckers Georg Gänswein hat Papst Benedikt keinen Erben eingesetzt - darum komme die gesetzliche Erbfolge zum Zug, sagte er im dpa-Interview.

Quelle: ntv.de