Der TagVerfahrene Tarifverhandlungen: EVG droht mit wochenlangen Streiks
Die Eisenbahngewerkschaft EVG droht laut einem Medienbericht mit neuen, noch heftigeren Arbeitsniederlegungen bei der Bahn. "Die nächsten Streiks werden länger dauern", sagte EVG-Verhandlungsführerin Cosima Ingenschay der "Süddeutschen Zeitung" einem Vorabbericht zufolge. Die EVG könne die Bahn wenn nötig wochenlang lahmlegen. Denkbar sei, dass die Gewerkschaft nacheinander unterschiedliche Berufsgruppen im Wechsel zum Streik aufrufe, etwa Zugbegleiter und Instandhalter, oder unterschiedliche regionale Schwerpunkte setze. "Es ist die Bahn, die die neuen Streiks provoziert", sagte Ingenschay der Zeitung. Die Bahn ignoriere die Vorbedingungen der Gewerkschaft. So müsse die Bahn vorab zustimmen, den gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro im Tarifvertrag festzuschreiben. Beide Konfliktparteien werfen sich gegenseitig vor, nicht verhandlungsbereit zu sein.