Der TagVerkleidetem IS-Kämpfer droht Strafverfahren
Da wollte er sich mal besonders originell verkleiden, das ging dann aber gehörig nach hinten los: Weil er sich wie ein IS-Kämpfer angezogen hat und dann durch Hameln gefahren ist, droht einem 18-jährigen Schüler ein Strafverfahren.
Der Abiturient war in militärischer Kleidung und mit täuschend echt aussehenden Soft-Air-Waffen unterwegs.
Jetzt kommen neben einem Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens möglicherweise auch hohe Kosten auf den jungen Mann zu, wie ein Polizeisprecher erklärte.
Es werde geprüft, ob er den Großeinsatz der Polizei bezahlen muss, den er auslöste. Zeugen hatten Alarm geschlagen, als sie in einem Auto einen Beifahrer entdeckten, der wie ein Kämpfer der islamistischen Terrormiliz IS aussah. Nach einer Verfolgung mit mehreren Streifenwagen konnte die Polizei das verdächtige Fahrzeug in Hehlen stoppen und den 18-Jährigen stellen.
Eine Stadtsprecherin sagte, der Schüler eines Hamelner Gymnasiums habe sich im Rahmen eines von den Abiturienten selbst verantworteten Projekts zum Thema "Gut und Böse" als islamistischer Kämpfer verkleidet.
Der 18-Jährige habe offensichtlich nicht darüber nachgedacht, wie dies auf Unbeteiligte wirke. Der Schulleiter habe den jungen Mann "auf den Pott gesetzt".