Der Tag

Der TagVerträge, die Kunden nicht wollten: Vodafone muss 10.000 Euro zahlen

10.11.2023, 22:12 Uhr

Zwei Vodafone-Kunden haben unabhängig voneinander in den Jahren 2021 und 2022 ihre Festnetz-Verträge gekündigt. Beide bekamen danach einen Anruf von der Vodafone-Hotline. So weit, so gängige Praxis. Doch im Anschluss wurde ihnen eine Rücknahme der Kündigung bestätigt, was einem neuen Vertrag gleichkommt. Dabei hatten die beiden Kunden nach eigener Aussage ihre Kündigung gar nicht rückgängig gemacht und damit auch keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Doch das wollte Vodafone so nicht gelten lassen. Die Fälle kamen vor Gericht - mit besserem Ende für die Kunden.

Das Landgericht München teilte nämlich nun auf Anfrage mit, dass Vodafone 10.000 Euro Ordnungsgeld zahlen muss. Zuvor hatte die Verbraucherzentrale Hamburg, die geklagt hatte, den Sachverhalt öffentlich gemacht. Der Beschluss ist vom 1. August. Die Klage war in München eingereicht worden, weil im benachbarten Unterföhring die Kabelgesellschaft von Vodafone ihren Sitz hat. "Dieses Ordnungsgeld sendet eine deutliche Botschaft an Vodafone: Verbraucherinnen und Verbrauchern dürfen nicht an der Nase herumgeführt werden", sagte Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Man habe das Ordnungsgeld akzeptiert, sagte ein Vodafone-Sprecher und betonte die Bedeutung einer kompetenten Beratung.

Quelle: ntv.de