Der TagVisegrad-Gruppe setzt Türkei Frist
Die Lage in der europäischen Flüchtlingskrise spitzt sich zu. Nun wird damit begonnen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Das kann die Türkei, aber die Visegrad-Gruppe (Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei) kontert umgehend:
Die vier Länder geben der Türkei einen Monat Zeit, um wie mit der Europäischen Union vereinbart die Flüchtlingszahlen zu reduzieren.
"Wenn der Zustrom von 1500 bis 2000 Menschen am Tag bis Mitte März andauert, wird klar sein, dass die Türkei ihre Versprechen nicht erfüllt hat", sagte der tschechische Europastaatssekretär Tomas Prouza.
Dann bräuchte man "andere Maßnahmen (...), um die europäische Grenze zu schützen".
Die Visegrad-Gruppe hatte angekündigt, Mazedonien und Bulgarien bei der Schließung seiner Grenzen zu Griechenland zu helfen, wenn Athen nicht die Seegrenze zur Türkei abriegelt. Durch einen solchen Schritt wären zahllose Flüchtlinge in Griechenland blockiert und das EU-Land de facto aus der Schengenzone ausgeschlossen.