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Der Tag WDR erntet Shitstorm für Rassismus-Talkrunde

In den sozialen Medien hat die Talk-Sendung "Die letzte Instanz" mit den Gästen Janine Kunze, Thomas Gottschalk und Jürgen Milski dem WDR massive Kritik eingebracht. Die Gäste sollten mit roten oder grünen Karten darüber entscheiden, ob sie zum Beispiel das Wort Zigeunersoße für rassistisch halten. Kunze vertrat die Ansicht, dass solche Begriffe in Ordnung seien, solange sich durch sie niemand beleidigt fühle - und sie selbst kenne niemanden, bei dem das so sei.

"Die Entstehungsgeschichte vieler Worte ist ja keine negative", so die Schauspielerin. Gottschalk erzählte, dass er - als Jimi Hendrix verkleidet - auf einer Party in Beverly Hills ein "Erweckungserlebnis" gehabt habe. Das erste Mal habe er gewusst, wie sich ein Schwarzer fühlt. Kritik gab es etwa von dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Kai Gehring, der schrieb: "Sendezeit für plumpe Empathielosigkeit. Vier Weiße schwadronieren, was Rassismus sei. Auweia, aus Rassismus-Debatten gar nichts gelernt, WDR?"

Update: Der WDR hat sich nach heftiger Kritik in den sozialen Netzwerken inzwischen für seine Talkshow "Die letzte Instanz" zum Thema Rassismus entschuldigt und eine kurze Erklärung auf Twitter abgegeben:

Quelle: ntv.de

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