Der TagWWF: Deutschland könnte locker 40 Prozent Müll sparen
Die Umweltorganisation WWF sieht in Deutschland noch großes Potenzial bei der Vermeidung beziehungsweise Wiederverwertung von Plastikmüll. "Verpackung aufreißen und wegwerfen - unser Umgang mit Plastik versinnbildlicht ein sorgloses und verschwenderisches Konsummodell, das mit den planetaren Grenzen nicht vereinbar ist", erklärte die Verpackungs- und Kunststoff-Expertin des WWF, Laura Griestop. Jährlich werden demnach 1,6 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen mit einem Gesamtwert von 3,8 Milliarden Euro verbrannt.
Innovative Wiederverwertungsmodelle, das Vermeiden und Minimieren unnötiger Verpackungen und recyclinggerechtes Design könnten demnach bis 2040 dabei helfen, mehr als 20 Millionen Tonnen Kunststoff einzusparen. Das Gesamtabfallvolumen in Deutschland könne so um 40 Prozent verringert werden, der Verbrauch von Neuplastik um 60 Prozent und die Verbrennung von Abfällen zur Energiegewinnung um über 70 Prozent.
Dies sei auch ein wirksamer Baustein im Kampf gegen den Klimawandel: 68 Millionen Tonnen Treibhausgase könnten durch entsprechende Maßnahmen eingespart werden. Sollte sich hingegen nichts an den aktuellen Verhältnissen ändern, werde allein die Herstellung und Entsorgung von Kunststoffverpackungen rund fünf Prozent des deutschen Treibhausgasbudgets im Rahmen des Pariser Klimaabkommens beanspruchen.