Der TagWagenknecht will mit neuer Partei am rechten Rand fischen
Sahra Wagenknecht vertritt Theorien, die dem rechtspopulistischen Spektrum zugeordnet werden können. Zwischen Wagenknecht und der Linken-Spitze gibt es deshalb seit langem einen tiefen Dissens. Vor anderthalb Wochen sagte sich der Parteivorstand per Beschluss von der 53-Jährigen los und forderte sie zur Rückgabe ihres Bundestagsmandats auf.
Wagenknecht sagt nun, sie hält eine Schwächung der AfD durch eine neu gegründete Partei für möglich. Damit könnten Wählerinnen und Wähler zurückgewonnen werden, sagte Wagenknecht dem Sender "Welt". Wenn es in der politischen Landschaft wieder ein "attraktives Angebot" gäbe, "mit guten Köpfen, mit einem seriösen Programm", dann glaube sie, dass sehr viele eine solche Partei wählen würden. Ob diese neue Partei eine von ihr selbst gegründete sein soll, ließ Wagenknecht erneut offen.
Klar sei, dass es eine neue Partei als AfD-Alternative brauche. Diese müsse für "wirtschaftliche Vernunft, für soziale Gerechtigkeit, für Liberalität und Meinungsfreiheit" stehen. Ohne ein solches Angebot "bleibt eben nur die Auswahl zwischen den Parteien, die da sind - und das ist für viele Menschen eine ziemlich frustrierende Wahl", sagte die Linken-Politikerin.