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Der TagWeg offenbar frei für Cosco-Einstieg am Hamburger Hafen - unter Bedingungen

24.10.2022, 20:29 Uhr
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Ein Schiff der chinesischen Reederei im Hamburger Hafen. (Foto: dpa)

Die Pläne der chinesischen Reederei Cosco, im Hamburger Hafen einzusteigen, haben zu Kritik innerhalb der Ampel-Koalition geführt. Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD gilt als Befürworter des Geschäfts, Vizekanzler Robert Habeck und Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen hatten sich dagegen positioniert. Auch Bündnispartner wie die USA, Frankreich oder die Niederlande reagierten auf die Pläne mit Unverständnis. Nun scheint ein Kompromiss gefunden - das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Demnach sei der Weg für die umstrittene chinesische Beteiligung an einem Container-Terminal frei, die sechs Ministerien, die den Deal bislang abgelehnt hatten, hätten ihren Widerstand aufgegeben. Der Kompromiss sieht dem Bericht zufolge vor: Die Bundesregierung wird eine so genannte Teilversagung beschließen: Die chinesische Staatsreederei Cosco wird demnach nicht wie geplant 35 Prozent des Terminals Tollerort übernehmen können, sondern nur 24,9 Prozent. Der Konzern könnte dann als Minderheitsaktionär formal keinen inhaltlichen Einfluss auf die Geschäftsführung ausüben.

Quelle: ntv.de