Der TagWelpe unterm Weihnachtsbaum?
Ob Hundwelpe, Kaninchen oder Hamster: Auf vielen Wunschzetteln zum Weihnachtsfest stehen Tiere ganz oben. Tierschützer raten von unüberlegten Entscheidungen ab. Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum, sagt der Deutsche Tierschutzbund. Nach Angaben des Zentralverbands der Heimtierbranche (ZZF) werden in Deutschland knapp 34 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel gehalten. Nicht mitgezählt wurden Zierfische und Terrarientiere. Damit lebt fast in jedem zweiten Haushalt (44 Prozent) mindestens ein Heimtier.
Tierschützer sagen ganz klar: Hund, Katze und Co. sind keine Weihnachtsgeschenke. "Ein Tier ist kein Spielzeug, das nach den Feiertagen im Schrank verschwinden kann, sondern ein Lebewesen, das Fürsorge, Zeit und Aufmerksamkeit benötigt", so Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Auch ZZF-Präsident Norbert Holthenrich betont, Tiere seien "keine Spielzeuge, die man nach den Feiertagen einfach wieder umtauscht".
Oft informieren sich die Halter vor dem Kauf nicht ausreichend oder werden falsch beraten. Die erste große Begeisterung verfliegt schnell, und die Tiere landen häufig in den ohnehin chronisch überfüllten Tierheimen - wegen der Urlaubspläne, abflauenden Interesses, unerwarteter Kosten oder des Zeitaufwands.