Der TagWiederentdecktes Stück der Berliner Mauer unter Schutz

Heute ist die Berliner Mauer so lange verschwunden wie es sie gegeben hat - nur an drei Stellen gibt es noch längere intakte Stücke: an der "East Side Gallery" an der Spree, an der Bernauer Straße und an der Niederkirchnerstraße ("Topographie des Terrors"). Doch nun wurde bekannt, dass es auch im Hinterland noch ein intaktes Stück gibt, das in Vergessenheit geraten war. Berlins Kultursenator Klaus Lederer von der Linken kündigt nun an, dass dieses unter Denkmal gestellt werden soll.
"Es dokumentiert, wie in der ersten Zeit des Mauerbaus vorhandene Strukturen für die schnelle Absperrung der Grenze genutzt wurden." Diese Bauphase sei sonst an keiner Stelle mehr in Berlin authentisch überliefert.
Der Heimatforscher Christian Bormann hatte das Mauerstück vor Kurzem der Öffentlichkeit präsentiert.
Recherchen von Fachleuten ergaben, dass die damals schon länger bestehende Grundstücksmauer aus Ziegelsteinen in den 1960er-Jahren in die Sperranlagen integriert, erhöht und zusätzlich mit Sperrelementen versehen wurde. So sollten Fluchtversuche von DDR-Bürgern in den Westen verhindert werden.
Laut "Spiegel Online" hatte Bormann das Mauerwerk schon Ende der 90er-Jahre entdeckt - es aber für sich behalten, da er befürchtete, es könnte gleich abgerissen werden.
Zwei Leser machen uns darauf aufmerksam, dass es kürzere Stücke noch an weiteren Stellen gibt, zum Beispiel hier.