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Der Tag Wien hält trotz Nawalny-Falls an Nord Stream 2

Österreich hält trotz des Giftanschlags auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny an der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 fest. Er sehe "keinen Zusammenhang zwischen dem Fall Nawalny und Nord Stream 2", sagte der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Wien.

Auch Kanzler Sebastian Kurz erklärte, die Pipeline sei ein "wirtschaftliches, ein positives Projekt". Sie ermögliche eine "Diversifikation" der Routen in der Energieproduktion, fügte Kurz hinzu. Das österreichische Unternehmen OMV ist als Finanzpartner an dem zehn Milliarden Euro umfassenden Projekt beteiligt.

Selenskyj äußerte Verständnis für die österreichische Sicht. Er wünsche sich jedoch, dass das Projekt auch "aus unserer Perspektive" gesehen werde, erklärte der ukrainische Präsident. Der Bau einer zusätzlichen direkten Gasleitung von Russland nach Deutschland schwächt die Position traditioneller Transitländer wie Polen und der Ukraine.

Quelle: ntv.de

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