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Der TagWohl einsamster Mann der Welt in Brasilien gestorben

30.08.2022, 10:54 Uhr
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Der Indigene lebte im Amazonasgebiet in Brasilien - wohl unfreiwillig jahrzehntelang allein. (Foto: REUTERS)

Mehr als 25 Jahre lebte ein Indigener allein und abgeschottet im brasilianischen Amazonasgebiet, nun ist der wohl einsamste Mann der Welt gestorben. Die Bewegung für indigene Völker "Survival International" informiert in einer Mitteilung über den Tod des Mannes. Der brasilianischen Indigenen-Behörde Funai zufolge, die ihn beobachtete, wurde der Mann ohne Zeichen von Gewalteinwirkung während einer Kontrollrunde tot in einer Hängematte gefunden.

Der als "Índio Tanaru" oder "Índio des Lochs" bekannte Indigene, der tiefe Löcher grub, um Tiere zu fangen und sich zu verstecken, galt als der letzte Überlebende seines Volkes an der Grenze zu Bolivien. Menschenrechtler gehen davon aus, dass die übrigen Mitglieder von Viehzüchtern getötet wurden, als diese in den 1970er und 1980er Jahren in das Gebiet vordrangen. Die Region gilt als der Wilde Westen Brasiliens, wo Landkonflikte schnell mal mit der Waffe ausgetragen werden. "Er symbolisierte sowohl die entsetzliche Gewalt und Grausamkeit, die den indigenen Völkern im Namen der Kolonisierung und des wirtschaftlichen Nutzens angetan wurde, als auch ihren Widerstand", sagte Fiona Watson von "Survival International" laut der Mitteilung.

Quelle: ntv.de