Der TagWüst: "Zeit ist reif für eine Frau im Schloss Bellevue"
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst kritisiert die einseitige Geschlechterverteilung bei den Posten um den designierten Kanzler Scholz bei der zukünftigen Ampel. "Wir haben bald einen Kanzler, der von zwei Männern vertreten wird. Es wird auch einige Anhängerinnen und Anhänger der Ampel-Parteien geben, die sich mehr Vielfalt gewünscht hätten", sagte er der "Welt am Sonntag". Deshalb solle die CDU die nächste Bundespräsidentin stellen, sagte der Unionspolitiker. "Nachdem die Union die erste Bundeskanzlerin, die erste Bundesverteidigungsministerin und die erste EU-Kommissionspräsidentin gestellt hat, wäre es nur folgerichtig, wenn sie auch die erste Bundespräsidentin vorschlägt", sagte Wüst. Eine Frau "mit Strahlkraft an der Spitze unseres Staates - das wäre gerade angesichts der in dieser Frage etwas einseitigen Personalpläne um Olaf Scholz ein starkes Zeichen. Die Zeit ist aus meiner Sicht reif für eine Frau im Schloss Bellevue", führte Wüst weiter aus. Einen konkreten Namen nannte der Politiker auf Nachfrage der "WamS" nicht.