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Der TagZahl der Krätze-Fälle im Norden deutlich niedriger als vor Corona

10.10.2023, 11:20 Uhr
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Krätze äußert sich in einer Entzündung der Haut mit starkem Juckreiz. (Foto: picture alliance / dpa Themendienst)

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie haben so ihre Nebeneffekte - oft lesen wir von den negativen Auswirkungen wie Einsamkeit oder verschleppten Arztbesuchen, aber manche sind auch sehr positiv: Die Zahl der Krätze-Fälle hat sich im Vergleich zum Jahr 2019, also vor Pandemiebeginn, mehr als halbiert. Nach Angaben der AOK NordWest in Schleswig-Holstein seien bei den Versicherten im vergangenen Jahr 6136 Fälle registriert worden, 17 Prozent weniger als 2021, heißt es in einer Mitteilung. Im Vergleich zu 2019 fällt der Rückgang mit 55 Prozent noch deutlicher aus.

Krätze ist eine Hautkrankheit, die durch Krätzmilben ausgelöst wird. Von Mensch zu Mensch ist die Krätze nach Angaben der AOK nur ansteckend, wenn ein großflächiger Hautkontakt über mehrere Minuten besteht. Händeschütteln oder Umarmungen seien ohne Risiko. Allerdings sei eine indirekte Übertragung durch Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche möglich. Behandelt wird eine Infektion mit Salben und bei Bedarf mit Tabletten. "Hygiene und ein gestärktes Immunsystem spielen für den Verlauf eine große Rolle", so AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Quelle: ntv.de