Der TagZahl der Todesfälle durch Feinstaubbelastung in EU nimmt leicht zu
Die Zahl der vorzeitigen Todesfälle in Europa, die auf die Belastung durch Feinstaub zurückzuführen sind, ist wieder leicht gestiegen. Laut einem Bericht der EU-Umweltagentur starben im Jahr 2020 in den 27 EU-Ländern rund 240.000 Menschen an den Folgen der Feinstaub-Belastung. Das war etwas mehr als 2019 - obwohl die Emissionen durch die Corona-Lockdowns 2020 leicht zurückgingen.
Feinstaub entsteht beispielsweise durch Emissionen aus Kraftfahrzeugen und Kohlekraftwerken. Kleine Feinstaubpartikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer (PM2,5) sind, sind besonders gefährlich, weil sie tief in die Lungen und das Herz-Kreislauf-System eindringen können. Auf diese Weise können sie Schlaganfälle, Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Atemwegsinfektionen verursachen. Neben Feinstaub ist auch die Belastung mit Stickstoffdioxid und Ozon problematisch. Die EU hat sich in ihrem Null-Schadstoff-Aktionsplan das Ziel gesetzt, die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch die Feinstaub-Belastung bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 2005 zu reduzieren. 2020 war laut dem EUA-Bericht schon ein Rückgang um 45 Prozent erreicht.