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Der TagZahl der Toten durch gepanschten Schnaps steigt

18.05.2020, 06:45 Uhr

Die gegenwärtige Pandemie führt in manchen südamerikanischen Ländern zu fatalen Nebenwirkungen. Weil der Verkauf von Alkohol in einigen Regionen verboten ist, gerät billiger, schwarzgebrannter Schnaps in Umlauf. In Mexiko sind deswegen nun mindestens 32 weitere Menschen seit vergangenem Donnerstag gestorben. Die Zahl der Todesopfer durch verunreinigten Schnaps stiegt in vier Bundesstaaten seit Ende April auf insgesamt mindestens 137. Die Dominikanische Republik verzeichnete seit dem 7. April nach Regierungsangaben von vergangener Woche 177 Todesfälle, die auf das Trinken von gepanschtem Alkohol zurückgeführt werden.

Auch die wegen der Anti-Corona-Maßnahmen angehaltene Produktion von Ethylalkohol könnte dazu geführt haben, dass mehr Methanol beigemischt wird. Methanol ist manchmal in schwarzgebranntem Schnaps enthalten, wenn nicht fachgerecht destilliert wird. Bereits kleine Mengen reichen für eine Vergiftung mit Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen bis zur Erblindung oder gar Bewusstlosigkeit und Atemstillstand aus.