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Der TagZehnjähriger in Südfrankreich erschossen

22.08.2023, 10:57 Uhr

Ein zehn Jahre alter Junge ist im südfranzösischen Nîmes erschossen worden. Es sei offenbar um eine Abrechnung zwischen Drogenhändlern gegangen, sagt Innenminister Gérald Darmanin.

Der Junge saß im Auto seines Onkels, als er getroffen wurde. Er starb später im Krankenhaus, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Der Onkel, der am Steuer saß, wurde verletzt. Ein zweites Kind auf dem Rücksitz blieb unverletzt. Der oder die Schützen seien auf der Flucht, heißt es aus Ermittlerkreisen. Zu den Schüssen kam es, als das Auto letzte Nacht durch ein Viertel fuhr, in dem viel mit Drogen gehandelt wird. In dem Viertel war Anfang des Jahres bereits ein Mann bei einer Auseinandersetzung im Drogen-Milieu erschossen worden.

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Nîmes: Ein Polizist steht Wache bei einer Demonstration von Bewohnern des Stadtteils Pissevin, nachdem dort die tödlichen Schüsse fielen. (Foto: dpa)

Update von 13:02 Uhr: Der Junge und der Onkel waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Zufallsopfer. Der Schusswaffenangriff habe offenbar im Zusammenhang mit dem Kampf um die Hoheit beim Drogenhandel in der Region gestanden. Die Familie sei "in keinster Weise" mit kriminellen Aktivitäten verbunden. Die Opfer seien einfach "zur falschen Zeit am falschen Ort" gewesen.

Quelle: ntv.de