"Kein Weg zurück"Zuwanderung: Orbán fürchtet um Europas Kultur
Ungarns rechtskonvervativer Ministerpräsident Viktor Orbán sieht die europäische Kultur durch die derzeitige Zuwanderung bedroht. "Die weltweit stattfindende Masseneinwanderung könnte das Antlitz von Europas Zivilistation verändern", sagte Orbán bei einer Konferenz zu Ehren von Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl.
Sollte eine solche Veränderung in Europa stattfinden, dann wäre dies "unumkehrbar", befand der 52-Jährige. "Wenn wir jetzt einen Fehler machen, dann verfolgt er uns für immer."
Erst kürzlich hatte Ungarns Regierung den Unmut anderer europäischer Länder auf sich gezogen, als sie ihren Bürgern einen Fragebogen zuschickte, in dem Einwanderer mit Terrorismus in Verbindung gebracht wurden.
Ebenfalls umstritten: In Ungarn wurde nach dem Mord an einer 21-Jährigen eine breite Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe geführt.