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Der TagZweiter Prozess gegen Sarkozy gestartet: Wahlkampf soll illegal finanziert gewesen sein

17.03.2021, 14:36 Uhr
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Der frühere französische Staatschef Nicolas Sarkozy muss erneut vor Gericht. Er soll seine Kampagne zur Wiederwahl 2012 illegal finanziert haben. (Foto: AP)

Gegen den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein Prozess begonnen. Der 66-Jährige blieb dem Auftakt des Pariser Verfahrens fern, wie AFP-Reporter berichteten. Die Staatsanwaltschaft wirft Sarkozy vor, seinen Präsidentschaftswahlkampf 2012 zum Teil mit illegalen Mitteln finanziert zu haben. Ihm drohen bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe. Er bestreitet die Vorwürfe.

Das sagt die Anklage:

  • Sarkozy, der 2007 bis 2012 Frankreichs Präsident war, soll bei seinem letztlich erfolglosen Präsidentschaftswahlkampf gegen den Sozialisten François Hollande 2012 mehr als 40 Millionen Euro aufgewandt haben, um seine Wiederwahl zu sichern. Das war fast doppelt so viel wie erlaubt.

  • Seine Partei UMP - die inzwischen Les Républicains (Die Republikaner) heißt - soll versucht haben, dies durch ein System gefälschter Rechnungen zu kaschieren.

Bereits vor gut zwei Wochen war Sarkozy in einem Korruptionsprozess zu drei Jahren Haft verurteilt worden, davon zwei auf Bewährung. Da er Berufung eingelegt hat, ist das Urteil bisher nicht rechtskräftig.

Update: Der neue Prozess gegen Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy wird auf den 20. Mai vertagt. Das Gericht stimmte dem Verschiebungsantrag eines weiteren Angeklagten zu.

Quelle: ntv.de