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Der Börsen-TagBrüssel erwägt strengere Regeln für Amazon und Microsoft

25.06.2026, 14:50 Uhr

Nach monatelanger Untersuchung erwägt die EU-Kommission strengere Wettbewerbsregeln für die Cloud-Dienste der US-Unternehmen Amazon und Microsoft. Demnach erfüllen die Dienste der beiden Tech-Riesen die Voraussetzungen, um unter das Gesetz für Digitale Märkte (DMA) zu fallen. Die Cloud-Dienste AWS und Azure hätten "einen erheblichen Umsatz erzielt, und ihre operative Leistungsfähigkeit und ihre Investitionen scheinen die der Wettbewerber deutlich übertroffen zu haben", heißt es in der Begründung der Kommission. Beide Dienste profitierten demnach von einer Abhängigkeit ihrer Nutzer und hohen Wechselkosten. Auch bei KI hätten die Dienste ihre Stellung gestärkt. "Während KI die Nachfrage nach Cloud-bezogenen Diensten stark erhöht, scheinen AWS und Azure einen großen Teil dieser zusätzlichen Nachfrage in ihren jeweiligen Ökosystemen zu halten."

Mit dem sogenannten Digital Markets Act will die EU die Marktmacht großer Digitalkonzerne einschränken und für einen faireren Wettbewerb sorgen. Ein Unternehmen kann durch das Gesetz als sogenannter Gatekeeper eingestuft werden, wenn es "wirtschaftlich stark ist, erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Markt hat und in mehreren EU-Ländern tätig ist". Unternehmen, die gegen die Regelung verstoßen, drohen Geldbußen von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Umsatzes, im Wiederholungsfall sogar bis zu 20 Prozent.

Quelle: ntv.de