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Der TagBundesregierung gedenkt, den Schul-Betrieb nach den Ferien wieder aufzunehmen - wahrscheinlich

21.06.2021, 13:40 Uhr

Es wär schwer vermittelbar, am Ende der Ferien in einem krachend vollen Urlaubsbomber in Richtung Heimat zu sitzen und den Kindern dann zu erklären, kaum dass man deutschen Boden erreicht hat, dass die Schulen eventuell gar nicht geöffnet sein werden. Oder nur teilweise. Oder nur an ungeraden Tagen. Oder nur, wenn eine Cheyenne und ein Kevin gleichzeitig in der Klasse sind, aber die nur an geraden Tagen. Oder nur dann, wenn der Lehrer/ die Lehrerin heute Lust hat auf Präsenzunterricht. Es ist ja bei Weitem nicht so, dass Kinder das Ende der Ferien herbeisehnen und sich nichts sehnlicher wünschen, als zur Schule gehen zu können. Aber nach 1,5 Jahren Homeschooling, bescheinigter Kompetenzunterentwicklung - Kinder haben nicht nur nichts gelernt, sie haben auch vieles VERlernt - dürfte auch bis zum letzten Schulschwänzer durchgedrungen sein: "Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir" (Muttimodus Ende).

Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien jedenfalls unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. "Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität", so Regierungssprecher Steffen Seibert, aber angesichts der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es "nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun". Das Geschehen sei den Sommer über genau zu beobachten. Die Bundesregierung verwies zudem auf ein Mitte Juni gestartetes Förderprogramm für den Einbau von Luftfilteranlagen für Kitas und Schulen, in denen Kinder bis 12 Jahre betreut werden. Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten.

Quelle: ntv.de