Der Sport-TagHochrisikospiel: Freiburg steht vor größtem Polizeieinsatz seit dem Papstbesuch
Wenn der SC Freiburg morgen Maccabi Tel Aviv zum Duell in der Europa League (ab 18.15 Uhr/RTL+ und im Liveticker auf ntv.de) empfängt, wird das Spiel von einem der größten Polizeieinsätze begleitet, seit 2011 Papst Benedikt die Stadt besucht hatte. "Aufgrund der Gesamtsituation handelt es sich für uns um eine besonders herausragende Einsatzlage", erklärt ein Polizeisprecher auf Anfrage von ntv/RTL. "Das Polizeipräsidium Freiburg hat auch das mit dem Nahostkonflikt verbundene hohe Emotionalisierungs- und Mobilisierungspotential fest im Blick."
Das Polizeipräsidium Freiburg sei einschließlich der Unterstützungskräfte als einsatzführende Dienststelle mit über zweitausend Beamtinnen und Beamten aus den verschiedensten Einsatzbereichen im Einsatz.
Derweil werden Teile der aktiven Fanszene des SC Freiburg dem Spiel wegen erhöhter Sicherheitsvorkehrungen fernbleiben. Nachdem der Klub im Hinblick auf die politische Lage schärfere Maßnahmen für die Partie verkündet hatte, gaben mehrere Gruppierungen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Boykott bekannt. Darin ist von einer "Gesamtkulisse" die Rede, "die so gravierend in fankulturelle Freiheiten eingreift, dass wir uns entschieden haben, dem Spiel fernzubleiben".
Der Sport-Club bereite sich "seit Monaten und im engen Schulterschluss mit Polizei, Behörden und weiteren Institutionen" auf eine Partie vor, die "für den Verein kein Heimspiel wie jedes andere" sei, hieß es von Klubseite.