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Der TagJordanischer Prinz will sich Einschränkungen widersetzen

05.04.2021, 19:34 Uhr

Zwischen dem jordanischen König Abdullah II. und seinem Halbbruder Hamsa bin Hussein kriselt es. Der Prinz, dem Abdullah eine Verschwörung und versuchte Destabilisierung des Landes vorwirft, steht nach eigenen Angaben unter Hausarrest. Klein beigeben will er jedoch nicht - er kündigte Widerstand gegen die ihm auferlegten Beschränkungen an. "Ganz sicher werde ich nicht gehorchen, wenn man mir sagt, dass ich nicht hinausgehen oder twittern oder mit dem Volk in Kontakt treten und dass ich nur die Familie sehen darf", sagte der 41-jährige ehemalige Kronprinz in einer Tonaufnahme, die von Oppositionellen verbreitet wurde.

  • Der Prinz gilt zwar nicht als unmittelbare Bedrohung Abdullahs, der sich auf einen loyalen Sicherheitsapparat stützt. Er pflegt aber Kontakte zu Regierungskritikern in der Bevölkerung.

  • Die Monarchie gilt bisher als einer der stabilsten Staaten im Nahen Osten. Jordanien ist wichtiger Ansprechpartner europäischer Staaten und ein zentraler Verbündeter der USA in der Region. Die USA und weitere Staaten stellten sich am Sonntag hinter Abdullah.

  • Dessen Regierung und das Militär hatten Hamsa am Sonntag überraschend öffentlich ermahnt, Handlungen zu unterlassen, die die Sicherheit und Stabilität Jordaniens gefährdeten. Hamsa, dem Abdullah bereits vor Jahren den Rang des Thronfolgers entzogen hatte, habe dabei mit ausländischen Kräften zusammengearbeitet. Das Militär nahm nach eigenen Angaben eine Reihe einflussreicher Personen fest.

Quelle: ntv.de