Der TagPräsidentenwahl in Südkorea endet konservativ
In Südkorea hat der konservative Kandidat Yoon Suk Yeol die Präsidentenwahl gewonnen. Der liberale Kandidat Lee Jae Myung von der regierenden Demokratischen Partei räumt seine Niederlage ein, nachdem 95 Prozent der Wahlzettel ausgezählt worden waren.
Die Aufgaben für den neuen Präsidenten von Asiens viertgrößter Volkswirtschaft sind vielfältig. Es gilt die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu stemmen. Die Beziehungen zum international isolierten Nachbarn Nordkorea mit seinen Ambitionen als Atommacht sind ebenfalls Thema. Yoon, ein früherer Generalstaatsanwalt, strebt eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea an. Er will zudem die Korruption im Land bekämpfen und soziale Ungerechtigkeiten abbauen.
In Umfragen vor der Wahl hatte Yoon zuletzt zulegen können, nachdem ein dritter Kandidat aufgegeben hatte und sich hinter ihn stellte. Lee war Gouverneur der bevölkerungsreichsten Provinz Gyeonggi und hat sich mit seiner strengen Corona-Politik einen Namen gemacht. Er setzt sich für ein Basiseinkommen ein. Amtsinhaber Moon Jae Inn durfte laut Verfassung nicht erneut bei der Wahl antreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 76 Prozent. Insgesamt waren 44 Millionen Südkoreaner aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.