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Sonntag, 29. August 2010

Fast 74.000 Euro: Teure Flugstunde des Eurofighter

Das teure Stück.
Das teure Stück.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Betriebskosten für Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter sind deutlich höher als erwartet. Mit fast 74.000 Euro liege der Preis pro Flugstunde fast doppelt so hoch wie ursprünglich geplant, berichtete "Der Spiegel". Der Tornado, das bislang teuerste Flugzeug der Luftwaffe, kostet demnach lediglich 43.000 Euro pro Stunde.

Damit  liegen auch die Kosten der internationalen Vorstellung des Eurofighters höher. Anfang 2009 hätten beispielsweise drei Eurofighter an einer Luftfahrtmesse in Indien teilgenommen, das den Kauf von 126 neuen Kampfflugzeugen plant. Der Werbeflug dauerte dem Bericht zufolge 96 Stunden und kostete damit 7,1 Millionen Euro. Die Luftwaffe habe den Interessenten allerdings nur 180.000 Euro in Rechnung gestellt, den Rest habe der Steuerzahler bezahlt.

Einfach zu teuer

Zudem will Deutschland weniger Eurofighter-Kampfjets kaufen als geplant. Damit sollen zusätzliche Milliardenausgaben für die Bundeswehr verhindern werden. Aus einem Papier des Finanzministeriums geht hervor, dass die vor zwölf Jahren vereinbarte Bestellung von 180 Eurofightern um 37 Jets reduziert werden soll. Die vom Bundestag gebilligten Gesamtkosten von 14,6 Milliarden Euro sind demnach mit der Beschaffung von 143 Flugzeugen bereits fast aufgebraucht.

Inoffiziell verlautet aus der Bundeswehr seit längerem, dass die Luftwaffe angesichts der veränderten Einsatzbedingungen auch nicht alle 180 Kampfflugzeuge, sondern dringender mehr Transportmaschinen und -hubschrauber brauche.

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Der Eurofighter wird gemeinsam von Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien entwickelt. An dem Bau sind unter anderem der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems beteiligt.

Quelle: n-tv.de