Der Sport-TagTyson Fury gibt mal wieder den Marktschreier
Der ehemalige Box-Weltmeister Tyson Fury sieht sein Potenzial trotz des fortgeschrittenen Alters noch nicht vollständig ausgeschöpft. "Ich habe nicht das Gefühl, dass die Welt bereits den besten Tyson Fury gesehen hat", sagte der Brite auf einer Pressekonferenz im thailändischen Pattaya. In dem Ferienort trifft der 37-Jährige am Freitag auf den neun Jahre älteren Polen Mariusz Wach. "Ich fühle mich innerlich ruhig, obwohl ich zuvor viel Druck verspürt habe", sagte Fury: "Ich fühle mich verjüngt."
Den Kampf für den guten Zweck nutzt der selbsternannte "Gypsy King" für die Vorbereitung auf die "Battle of Britain" gegen Ex-Weltmeister Anthony Joshua. Joshua selbst trifft tags darauf im saudischen Dschidda auf den unbekannten Albaner Kristian Prenga. Lösen die Engländer ihre Pflichtaufgaben wie erwartet, steht dem lange ersehnten Schwergewichts-Kracher nichts mehr im Weg. Das Duell soll im Herbst stattfinden. Offen ist noch wo. Box-Mogul Turki Al-Sheikh signalisierte seine Bereitschaft, den Kampf in Großbritannien auszutragen. Allerdings müsse dafür die Startzeit an den US-Markt angepasst werden, da Streaming-Gigant Netflix überträgt. Für einen Kampf um 2 Uhr nachts im Wembley-Stadion von London müsste die Sperrstunde aufgehoben werden. Als mögliche Alternative gilt Cardiff.
Die Einnahmen kommen einer Wohltätigkeitsorganisation zugute, die benachteiligte Kinder in Pattaya unterstützt. Übertragen wird das Event nicht, auch die Halle fasst lediglich 1500 Zuschauer. "Ich hätte 100.000 Tickets im Wembley-Stadion oder 70.000 in Tottenham verkaufen können", sagte der frühere zweimalige Schwergewichts-Weltmeister Fury, doch Geld sei nicht der Grund für seine Rückkehr in den Ring.