Essen und Trinken

Vorsicht, heiß! Daran denken Männer wirklich

image006 (1) - Kopie.jpg

Mit diesem grünen Wunder-Ei wird einem Mann doch richtig warm ums Herz.

(Foto: ©Big Green Egg)

Männer denken immer nur an "das Eine". Völlig schnuppe, ob allein schon die sengende Sonne den Schweiß von der Stirn tropfen oder Eiseskälte sämtliche Glieder bibbern lässt: Richtige Kerle können immer!

Männer denken nur an Sex. Ständig. Also ununterbrochen. Jedenfalls alle sieben Sekunden, sagt man; oder sagt Mann. Meine Damen, geben Sie sich keinen falschen Hoffnungen hin, das ist ein Gerücht! Und zwar eines von der Sorte, die sich hartnäckig halten und ganze Generationen zu falschen Schlussfolgerungen verleiten. Wer es in die Welt gesetzt hat, weiß keiner und es würde sich auch niemand dazu bekennen, das ist ja typisch für Gerüchte, sie sind irgendwann da und verkleistern einem die Gehirnwindungen. Und weil alles, was uns Menschen mehr oder weniger beschäftigt, irgendwann wissenschaftlich (auch das mehr oder weniger) durchleuchtet und erforscht wird, gibt es auch Studien zur männlichen Gedankenwelt.

image007 (1).jpg

Es kommt nicht auf die Größe an. Auch die kleinen "Green Eggs" können alles.

(Foto: ©Big Green Egg)

Und nun halten Sie sich fest! Denn viel weniger als behauptet und genauso oft, wie der echte Mann an Sex denkt, denkt er ans Essen. Nee, wie enttäuschend, die ganze schöne Verklärung ist dahin! Wissenschaftler der Ohio State University fanden nämlich heraus, dass Männer pro Tag nur 19 Mal an Sex denken – und 18 Mal ans Futter. Was irgendwie bedeutet, dass wir unsere Erwartungshaltung überdenken und neu formulieren müssen. Und es kommt noch schlimmer! Denn das lustvolle und genießerische männliche Kopfkino wird 11 Mal täglich schlicht und einfach außer Dienst gestellt – da denkt der Mann ans Schlafen! Wie demütigend! Das hebelt ja glattweg nach hinten. Auch die 19 Mal sind ja nun wirklich meilenweit entfernt von den 7 Sekunden. Die Studie ist nicht mal neu, sie existiert schon seit Jahren, hat sich aber offenbar im Gegensatz zu den sieben Gerüchte-Sekunden nicht so gut herumgesprochen. Nur der Vollständigkeit halber: Laut Ohio-Studie denken wir Frauen täglich 10 Mal an Sex und nur 8,5 Mal ans Schlafen; allerdings 15 Mal sinnieren wir über das Essen. Bleiben wir dabei...

Die schönsten Nebensachen der Welt

image006.jpg

Auch Backen geht: Hier ein Napfkuchen-Christstollen mit Preiselbeer-Kompott.

(Foto: ©Big Green Egg)

Kennen Sie einen Mann, der nicht gerne grillt? Ich nicht. Selbst überzeugte Veganer halten ihren Maiskolben lieber ins offene Feuer, anstatt ihn in kochendem Wasser auszulaugen. Laut Meinungsumfragen stehen 87 Prozent der Deutschen am Rost, in über der Hälfte der Fälle sind das Männer. Nur 20 Prozent der Frauen sind GrillerInnen. Grillen geht immer. Kurze Tage, Kälte, Eis oder Schnee schrecken ambitionierte Barbecue-Fans nicht ab. Doch mit 15 Prozent aller grillenden Bundesbürger sind Ganzjahres-Griller noch in der Minderheit. Das lässt sich ändern. Natürlich gibt es auch Studien über das Verhältnis von Männern zum Feuer oder warum sie lieber jagen als gejagt zu werden. Aber eine Studie pro Kolumne reicht, finde ich, frau ist so leicht übersättigt. Oder verwirrt, denn eine australische Studie besagt, dass die Herren der Schöpfung lediglich 34 Mal am Tag an Sex denken. Und was lehrt uns das? Dass Studien genauso (un)zuverlässig sind wie Grillkohle.

ANZEIGE
Die neue Smoker-Küche: Grillen - Smoken - Räuchern
29,95 €
*Datenschutz

Einigen wir uns darauf, dass zur schönsten Nebensache der Welt noch eine dazukommt: das Grillen. Die Genügsamen begnügen sich mit drei Steinen und einem ausrangierten gusseisernen Eingangsrost darüber oder bloß mit einem Stecken über der Flamme; wer’s ständig tut, wünscht sich eher was fürs Leben. Noch ist ja ein bisschen Zeit bis zum Tag der Geschenkeverteilung, und falls Sie keine Idee, aber eine Handvoll Scheine übrig haben – machen Sie sich zur Lieblingsfrau ever und überraschen Sie Ihren holden Lieblingsgriller mit einem großen grünen Ei. Hat nix mit Ostern zu tun. "Big Green Egg" heißt das hippe Teil, ist ein echtes All-in-one Outdoor-Kochgerät und ein Hingucker - und hat seinen Preis. Die grünen Eier gibt es ab 770 Euro in sieben Größen von Mini über Small bis 2XL. Big Green Egg Mini ist das kleinste Modell, geeignet fürs Picknick und lässt sich selbst auf dem Fahrrad auf die Herrentagstour mitnehmen. Modell Small erfreut Großstadt-Männer ohne Grün vor der Hütte, aber mit kleinem Balkon. Medium ist eher was für den Garten und macht wie Modell Large bis acht Personen satt. XLarge lohnt sich für Großfamilien und grillende Freundeskreise oder Caterer. 2XL ist das gewaltigste und schwerste Ei und eigentlich nur etwas für den stationären Einsatz in Restaurants; selbst Spitzenköche benutzen das Ungetüm. Doch auch seine kleinen Brüder ermöglichen eine große Bandbreite an Kochtechniken wie Grillen, Backen, Kochen, Garen, Räuchern und Slow Cooking. Auf die Größe kommt es also nicht an.

"Eggen" ist das neue Grillen

Lammkrone_c_Big_Green_Egg.jpg

Tom Heinzle in seinem Element: Grillen mit dem Wunder-Ei.

(Foto: ©Big Green Egg)

Das Wunder-Ei ist ein sogenannter Kamado und sein Geheimnis ist eine Kombination aus Jahrtausende alter Tradition und Hightech-Keramik. Kamado kommt aus dem Japanischen und heißt so viel wie "Ort für den Kessel". Seit 3000 Jahren kochen Japaner in solchen Tonöfen. Das Prinzip eines Kamados ist ähnlich wie bei den bekannten Römertöpfen: sehr gute Wärmespeicherung, die das Fleisch saftig bleiben lässt. Amerikanische Soldaten sollen Idee und mobile tönerne Reiskocher aus Japan mitgebracht, mit einem Rost und anderen Zusätzen versehen und daraus ein Barbecue-Gerät gezaubert haben. Seit etwa 1970 werden von verschiedenen US-Firmen moderne Kamados hergestellt. Big Green Egg ist seit 2017 als eigenständige GmbH deutschlandweit präsent.

Das grüne Ei ist nicht nur vom Preis her der Rolls-Royce unter den Grills, sondern auch vom Gewicht. Schon die Mini-Ausgabe wiegt schlappe 35 Kilo. Die robuste Verarbeitung macht das Big Green Egg allerdings wesentlich stabiler als so manch wackligen Camping-Grill. Zu allen Big Green Egg-Modellen gibt es eine Menge Zubehörteile, von Auffangschale und Anbau-Tisch bis Geflügelhalter und Pizza-Stein, so dass mehrgängige Menüs einem echten Griller mit links gelingen. Dank präziser Luftzirkulation über zwei Belüftungsöffnungen ist die Temperatur gradgenau von 70 bis 400 Grad Celsius regulierbar und kann wegen der dickwandigen Keramikisolierung lange konstant gehalten werden – und wenn es sein muss, extrem hoch. Befeuert wird das Big Green Egg mit Holzkohle (keine Briketts wegen der Zusätze), wobei es im Vergleich zu herkömmlichen Grills nur die Hälfte der Kohle braucht. Schlecht für Geruchs-Nostalgiker, gut für die Nachbarn: Das Grill-Ei qualmt nicht.

Lammkrone_c_Tom_Heinzle.jpg

Saftig und gesund: Lammkrone auf Couscous-Salat.

(Foto: ©Tom Heinzle)

Nun fehlt nur noch ein Rezept für das grüne und kältetaugliche Riesen-Ei, damit Sie nach Herzenslust "eggsperimentieren" können und zum Beispiel bei einer zünftigen Silvester-Party Bewunderung (bei den anwesenden Frauen) einheimsen und Neid (bei den anwesenden Männern) erregen. Das Rezept liefert der österreichische Grill-Experte und bekennende Winter-Griller Tom Heinzle. Es stammt aus seinem Buch "Die neue Smokerküche", erschienen im Heel Verlag. Viele seiner kreierten Gerichte lassen sich mit dem Big Green Egg mühelos zubereiten. Spareribs, Lammracks, Ofenkartoffeln, Burger, Pizza oder Schokokuchen - alles, was warm ums Herz macht. Auch im Winter!

Gegrillte Lammkrone

Zutaten (4 Personen):

1 Lammkrone, geputzt
2 Zweige Rosmarin
1 EL Lammgewürz
1 TL Ras el Hanout
4 Ahorn­- oder Buchen­-Chunks

Zubereitung:

Die Lammkrone mit Olivenöl einreiben, mit dem Rosmarin belegen und etwa 1 Stunde einziehen lassen. Das Lammgewürz und das Ras el Hanout vermischen und das Lamm rundum damit würzen.

Auf dem Big Green Egg beisseitig bei direkter Hitze (ca. 250– 300 °C) insgesamt 5 Minuten grillen. Danach bei indirekter Hitze bei ca. 120–140 °C etwa 10 Minuten im Ahorn­- oder Buchenrauch nachziehen lassen.

Die Lammkrone in 4 Teile zerlegen und auf dem Couscous­Salat servieren.

Couscous-Salat

Zutaten (4 Personen):

400 g Couscous
1 rote Paprika, fein gewürfelt
2 Sternanis
1 Bund Minze, gehackt
2 EL milder Weißweinessig
4 EL Olivenöl, 2 EL Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
1 Tomate, ohne Kerngehäuse, in feine Würfel geschnitten
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Couscous gemäß Packungshinweis in heißem Wasser mit den 2 Sternanis quellen lassen, anschließend die Paprika, Tomate und die Minze unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Essig abschmecken.

Erfolgreiche Feiertage wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de