Essen und Trinken

Die Frau am GrillFlap Meat - der eher unbekannte Steak Cut

01.11.2018, 19:09 Uhr
imageVon Anja Auer
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Saftiges Flap Steak: Erst beim Servieren mit Salz und Pfeffer würzen. (Foto: Matthias Würfl)

Ein Rinderfilet ist hierzulande jedem bekannt. Ebenso das Roastbeef, T-Bone-Steak oder Entrecote. Für Fleischliebhaber alles exzellente Teile vom Rind. Doch es gibt noch weitere Cuts, wie Zuschnitte genannt werden, die sich Skirt, Flank oder eben Flap nennen.

Ein Rinderfilet ist hierzulande jedem bekannt. Ebenso das Roastbeef, T-Bone-Steak oder Entrecote. Für Fleischliebhaber alles exzellente Teile vom Rind. Doch es gibt noch weitere Cuts, wie Zuschnitte genannt werden, die sich Skirt, Flank oder eben Flap nennen.

Besagte Cuts sind eher in den USA bekannt, erfreuen sich aber auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Das Flap Meat, um das es heute geht, sitzt im unteren hinteren Bauchbereich des Rindes. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr grobfaserig strukturiert und auch ein wenig marmoriert ist.

Um es vorwegzunehmen: Das Flap Steak, welches aus dem Flap Meat geschnitten wird (bitte immer quer zur verlaufenden Faser des Fleisches schneiden), schmeckt sehr zart und saftig. Und hat einen sehr starken und angenehmen Fleischgeschmack. Ein Würzen vor dem Braten oder Grillen ist hier überhaupt nicht notwendig, lediglich ein wenig Meersalz beim Servieren drüberstreuen und gegebenenfalls Pfeffer.

Doch wo kann man das Flap Steak kaufen? In Supermärkten und deren Frischfleischtheken findet sich dieser Zuschnitt sicherlich nicht. Also heißt es: auf zum Metzger. Aber auch dort ist dieser Fleischzuschnitt nicht immer vorrätig. Wer auf Nummer sicher gehen will, muss vorbestellen.

Der Metzger kennt Flap Meat oder das Flap Steak, manchmal auch als Bavette. Sollte er das nicht haben, kann man auch nach einem Flank Steak oder Skirt Steak fragen, das liegt beim Rind genau daneben.

Wie grillt man Flap Meat?

Das Flap Meat ist ein eher flacheres Stück Fleisch. Darum sollte man es nicht wie ein dickes T-Bone-Steak von beiden Seiten mit höchster Hitze (300 bis 350 Grad) scharf angrillen, um es sodann bei geringer Hitze garzuziehen. Hier bietet es sich an, von Beginn an mit gehobener mittlerer Hitze (220 bis 250 Grad) direkt anzugrillen und sodann das Fleisch in der indirekten Hitze auf die gewünschte Temperatur zu ziehen. Achtung, dies dauert je nach Dicke oftmals nur 2 bis 3 Minuten! Die Verwendung eines Kerntemperatur-Thermometers ist dabei sehr hilfreich, um den passenden Moment zum Servieren nicht zu verpassen.

Natürlich kann man aus dem kompletten Flap Meat auch vor dem Grillen Steaks herausschneiden. Diese sollten eine Dicke von 1,5 bis 2 Zentimeter haben. Der Grillvorgang ist der gleiche. Wer es medium möchte, sollte eine Kerntemperatur von 55 bis 56 Grad anstreben.

Flap Meat - Zutaten

1 kg Flap Steak

2 EL Sonnenblumenöl

2 EL Meersalz

2 EL Pfeffer

Hinweis: Wer ein komplettes Flap Meat bestellt, wird ein Stück Fleisch erhalten, das unterschiedliche Dicken aufweist. Auf keinen Fall das ganze Stück auf den Grill legen! Denn die dünnen Stellen garen wesentlich schneller als die dicken. Dünne Stellen deshalb vorher abtrennen und zum Beispiel aufgeschnitten für einen Asia Wok (hier passt Rindfleisch wunderbar hinein) verwenden.

Portionen: 4

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Zubereitungszeit: 7 Minuten

Zubereitung

  • Das Flap Meat eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen.

  • Das Fleisch in 1,5 bis 2 Zentimeter dicke Steaks schneiden.

  • Mit dem Sonnenblumenöl einpinseln.

  • Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten für etwa 2 Minuten angrillen (klappt auch in der Pfanne auf dem Herd).

  • In der indirekten Hitze auf eine Kerntemperatur von 55 bis 56 Grad (medium) ziehen. (Falls in einer Pfanne angegrillt wurde, das Fleisch im Backofen bei circa 130 Grad fertig garen)

  • Beim Servieren mit Meersalz und Pfeffer würzen.

Wer es noch genauer wissen will, kann sich die Frau am Grill in Aktion auf Youtube anschauen oder ihren Blog lesen.