Reise

Von Tallin bis Bratislava Go East!

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Tallinn begeistert mit seinen vielen Facetten.

imago/robertharding

Der Frühling ist die perfekte Jahreszeit für Städtereisen. Doch wer will schon ausschließlich die Klassiker-Ziele London, Rom oder Barcelona bereisen? Einige Städte in Osteuropa sind von deutschen Urlaubern noch weitgehend unerschlossen.

Städtetrips sollen eine gute Mischung aus Sightseeing und Kultur, Genuss und Erlebnis sein. Dabei bieten die klassischen Städtereiseziele eine enorme Auswahl. Doch Orte wie London, Rom oder Stockholm sind zwar angesagt, aber auch ziemlich hochpreisig. In einigen osteuropäischen Großstädten gibt es hingegen viel zu entdecken und Kurztrips dorthin sind vergleichsweise günstig. Zudem haben einige Metropolen des Ostens bisher nicht mit Massentourismus zu kämpfen.

Drei Tipps für abwechslungsreiche Städtereisen:

Tallinn: Unesco-Kultur und WLAN-City

Die estnische Hauptstadt Tallinn liegt direkt an der Ostsee und eignet sich wunderbar für einen entspannten Städtetrip, weil sie Altes und Neues kombiniert. Es lohnt auch ein Trip nach Kalamaja. Nicht weit von der Altstadt entfernt ist dort ein neues Trendviertel entstanden, in dem sich die Hipster zu Hause fühlen. Außerdem gibt es dort noch alte Holzhäuser zu entdecken, die heute eine neue Verwendung finden - beispielsweise als Raum für Kunst.

In der Nähe steht der Kreativ-Campus Telliskivi. In dem neuen Kulturquartier sind viele Startup-Unternehmen ansässig. Jeden Samstag gibt es einen großen Flohmarkt. Insgesamt finden rund um den Campus etwa 500 Kulturevents statt. Dass Tallinn hochmodern ist, zeigt auch, dass es in der gesamten Stadt freies Internet gibt. Natürlich ist Tallinns gut erhaltene Altstadt eine echte Touristenattraktion und nicht umsonst Unesco-Weltkulturerbe - als "außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt".

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Wem das Gewusel in der beliebten Altstadt zu anstrengend wird: Die estnische Hauptstadt hat fünf Strände zu bieten, die in den wärmeren Monaten zu einer kleinen Sightseeing-Pause einladen. Weitere hilfreiche Tipps finden Kurzentschlossene unter anderem auf der Website von Visit Tallinn.

Bratislava: Wohlfühltrip ins Dreiländereck

Die Hauptstadt der Slowakei ist für viele Städtereisende noch ein unbeschriebenes Blatt. Dabei ist Bratislava schnell erreichbar: Die Lage in der Nähe von Österreich und Ungarn macht sie zu einem attraktiven Ziel im östlichen Zentrum Europas. Die Stadt mit ihren engen Gassen lässt sich zu Fuß bestens erkunden. Interessant ist Bratislava vor allem für Kulturreisende, denn dort stehen viele Kirchen und prachtvolle Gebäude mit langer Geschichte. Die Burg Bratislava thront über alldem und bietet einen tollen Blick über die Stadt.

Die "Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes" wird von vielen nur als UFO bezeichnet, was hauptsächlich an der Aussichtsplattform liegt, die wie ein Raumschiff aussieht. Eine Besonderheit, die sich Reisende in Bratislava auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Mehr Informationen rund um die Donau-Metropole gibt es auf der Tourismus-Website Visit Bratislava.

Warschau: Hipster, Klassik und Chopin

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Die Alstadt von Warschau.

(Foto: imago/UIG)

Warschau gehört neben Danzig und Krakau sicher zu den interessantesten Städten Polens. Dort trifft Geschichte auf moderne Szeneviertel. Besonders die Strandbars am Weichselufer sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Auch dem Kulturpalast sollten Reisende einen Besuch abstatten. Das riesige Gebäude war ein Geschenk von Stalin und ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Stadt. Wer mit dem Aufzug ganz nach oben fährt, kann die weite Aussicht genießen.

Doch auch Klassik-Liebhaber kommen in der polnischen Hauptstadt auf ihre Kosten. Der berühmte Pianist und Komponist Frédéric Chopin hat in Warschau gewirkt. Ab Mitte Mai gibt es im Lazienki-Park wieder öffentliche Chopin-Konzerte, die alle kostenlos besuchen können. "Jeden Sonntag finden die Konzerte unterhalb des Chopin-Denkmals statt und zwar bis Ende September", heißt es vom polnischen Fremdenverkehrsamt.

Bei einem dreitägigen Trip darf eine geschichtliche Stippvisite nicht fehlen: Die schwer zerstörte Altstadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nahezu komplett wieder aufgebaut. Mehr Informationen zu Museen und Konzerten finden Reisende im Internet.

Quelle: n-tv.de, sgu

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