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So techt Deutschland Milliarden-Startup aus digitalen Post-it-Notes

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Das Startup Celonis kann keine Garage als Startpunkt vorweisen. Stattdessen war eher die Bäckerei Nominacher im bayerischen Forstern die Grundlage für das milliardenschwere deutsche Einhorn. "Es war auf jeden Fall ein spannender Ablauf", sagt Gründer Bastian Nominacher ganz trocken im oberbayerischen Akzent in "So techt Deutschland". Statt später einmal das Familienunternehmen zu übernehmen, studierte er Finanzwirtschaft und gründete mit zwei Kommilitonen Celonis – ein Startup, das derzeit 2,5 Milliarden Euro wert ist.

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Bastian Nominacher

(Foto: Celonis)

Als Antrieb für die Entscheidung nennt Bastian Nominacher seine "Passion für die Technologie". Sein Vater habe ihn immer unterstützt: "Wir haben zu Hause noch eine Festplatte, die ist so dick wie zwei große Bücher mit zehn Megabyte. Ein Unternehmen zu gründen, war nie mein Ziel." Aber das Projekt habe so viele Kunden begeistert, dass man die Gründung am Ende vorantreiben musste.

Celonis betreibt sogenanntes "Process Mining". Dabei werden Daten aus IT-Systemen von Unternehmen durch einen Algorithmus so aufbereitet, dass die Prozesse sichtbar und transparent werden. Man könnte es auch als digitalen Unternehmensberater bezeichnen: "Unsere Hauptwettbewerber sind die Hersteller von Post-it-Notes."

Der größte Erfolg von Celonis sei, dass alle Prozesse darstellbar sind: IT-Prozesse, betriebswirtschaftliche oder auch Produktionsprozesse. Ob man nun den Ablauf des Brötchenbackens analysiere oder hochkomplexe Prozesse in einem Industriebetrieb: "Heute nutzen über 20 verschiedene Industrien, viele der größten Unternehmen der Welt, unsere Lösung für hunderte Anwendungsfälle." Dazu gehört auch eine Großbäckerei. Und so schließt sich der Kreis für Bastian Nominacher, der den Sprung geschafft hat aus der Bäckerfamilie ins Milliardenbusiness.

So techt Deutschland

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Quelle: n-tv.de, chr