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Samstag, 07. Juli 2018

Sternendesign: So sieht Mercedes in Zukunft aus

Von Holger Preiss

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Das Advanced Design Center in Sindelfingen ist etwa so gut gesichert wie Fort Knox. Wer hinter die verglaste Fassade blicken will, braucht eine Einwilligung des Vorstandes der Daimler AG.

Das Advanced Design Center in Sindelfingen ist etwa so gut gesichert wie Fort Knox. Wer hinter die verglaste Fassade blicken will, braucht eine Einwilligung des Vorstandes der Daimler AG.

Das Advanced Design Center in Sindelfingen ist etwa so gut gesichert wie Fort Knox. Wer hinter die verglaste Fassade blicken will, braucht eine Einwilligung des Vorstandes der Daimler AG.

Um die Ideen der Zukunft zu erläutern, das Design und dessen Auswirkungen auf Kommendes zu erklären, wurde die erteilt.

Und so reiht sich im Foyer auf, was einst nicht nur optisch für Aufsehen sorgte. Zum Beispiel der SLS AMG Coupé Electric Drive ...

... oder der SL 300. Wobei Chefdesigner Gorden Wagener Letzteren ...

... zur eigentlichen Quelle seiner Inspirationen erkoren hat.

In dem von 1954 bis 1963 gebauten Coupé steckt viel von dem, ...

... was auch aktuelle Modelle im Design bestimmt hat und vermutlich noch bestimmen wird.

Da sich unter Mercedes inzwischen aber einige Submarken gebildet haben, musste Designchef Gorden Wagener sie deutlich voneinander trennen und gleichzeitig eine Klammer schaffen.

So wird die Idee des Heiß und Kalt zum verbindenden Element.

Um die Idee jeder einzelnen Submarke zu visualisieren, haben die Designer einzelne Skulpturen geschaffen, die das Wesentliche symbolisieren sollen.

Fangen wir mit AMG an, ...

... der mutmaßlich emotionalsten Marke unter dem Stern.

Die für sie verbindlichen Designelemente sind ...

... der Panamericana Grill, die Haifisch-Nase, der A-Wing in der Frontschürze und die angedeuteten Powerdomes.

Im Innenraum ist vor allem die Mittelkonsole im V8-Design prägend sowie der Einsatz von Carbon.

In Summe ein Ausdruck von Kraft und Leistung.

Natürlich hat auch das Heck eines AMG seine ganz typische Ausprägung. Da sind die Lamellen in den Lufteinlässen, ein markanter Diffusor und natürlich eine ausfahrbarer oder feststehender Heckflügel.

Ebenfalls in die emotionale Ecke ordnet sich der ultimative Luxus einer Marke wie Maybach ein.

Bestimmende Farbe ist hier Roségold, wobei man darauf setzen kann, dass nicht alle Märkte diese Farbe mögen.

Die prägenden Elemente eines Maybach sind der Kühlergrill, der lange Radstand, ein eigenes Felgendesign und der Einsatz von Chrom.

Passend zum Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury haben die Designer eine passende Möbelkollektion entworfen.

Natürlich bleibt eine Studie immer eine Studie. Die riesigen Räder in einer extrem aufwändigen Turbinenoptik wird es so mit Sicherheit nie geben.

Anders ist es mit dem Interieur. So wie es hier im Maybach-SUV geziegt wird, wird es auch in den neuen GLE und GLS übertragen werden.

Natürlich nicht eins zu eins und etwas rustikaler. Etwa so, wie es hier zu sehen ist.

Die Wellness-Oase mit Teekocher wird es im GLE allerdings nicht geben.

Aber die sich breit spannenden Monitore, die jetzt durch Luftauslässe geklammert werden, und die Handgriffe an der Mittelkonsole wird man finden, ebenso die vier Luftauslässe zwischen den Haltegriffen.

Für die Zukunft ist auch kaum daran zu zweifeln, dass es ein Maybach-SUV geben wird. Vielleicht nicht vorrangig für den europäischen Markt, aber in China und den USA dürfte der Luxus-Panzer großen Zuspruch finden.

Natürlich wird auch die Kernmarke Mercedes in das Designkonzept eingebunden.

Der moderne Luxus steht hier Pate beim Design.

Und wie das in Realität aussieht, zeigt bereits jetzt die neue A-Klasse außen ...

... und auch innen.

Werfen wir noch einen Blick in die Zukunft, für die die Marke EQ steht.

Hier ist es wichtig, so Wagener, die Momente der digitalen und der analogen Welt zu klammern.

Das hier gezeigte Modell ist nicht neu; es wurde bereits im Jahr 2016 auf diversen Messen vorgestellt.

Insofern wundert es nicht, dass sich stilprägende Elemente bereits in der neuen A-Klasse wiederfinden.

So zum Beispiel der Farbwechsel von blau nach rot in den hinterleuchteten Luftausströmern bei der Temperatureinstellung der Klimaanlage.

Ein Element, das für das Design Wageners prägend ist, ist der Verzicht auf Kanten und die Schaffung nahtloser Übergänge.

So präsentiert sich auch seine neueste Studie, die in Sindelfingen noch als Skulptur zu sehen war.

Allerdings wird hier auch deutlich, dass Vergangenheit und Zukunft gar nicht so weit auseinanderliegen. Bereits in den 1930er-Jahren zeichnete Ferdinand Porsche für Mercedes den T 80.

Noch näher an Wageners Idee ist der W 196. Eben jener Formel-1-Rennwagen, der für die Silberpfeile die Saison 1954 und 1955 bestritt.

In der Skulptur löst sich der Wagen am Heck auf. Er digitalisiert sich. Ein Sinnbild für das , was uns auf diesem Gebiet noch erwarten wird.

Wer nun aber glaubt, in der Skulptur die neue S-Klasse zu erkennen oder den neuen GLE, der dürfte enttäuscht werden.

Einsitzige Fahrzeuge sind damals ...

... wie heute nur etwas für die Rennstrecke oder für Geschwindigkeitsrekorde. Die sollte seinerzeit auch der T 80 aufstellen. Hans Stuck wollte mit dem Rennwagen, der von zwei Flugzeugmotoren befeuert wurde, über 500 km/h schnell fahren. Dazu kam es am Ende aber nicht.

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