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Montag, 12. Februar 2018

Tag drei in Olympia-Bildern: Gold-Laura, Slopestyle-Horror, Wirbel-Wahnwitz, Riesenchaos

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Dritter Olympia-Wettkampftag in Pyeongchang und wir können festhalten: Es ist immer noch recht windig ... (Foto: AP)

Dritter Olympia-Wettkampftag in Pyeongchang und wir können festhalten: Es ist immer noch recht windig ...

Dritter Olympia-Wettkampftag in Pyeongchang und wir können festhalten: Es ist immer noch recht windig ...

... und es ist immer noch bitterkalt, was für besonders coole Olympia-Fans freilich den Vorteil der freien Platzwahl mit sich bringt.

Eher unschön für IOC-Präsident Thomas Bach, rechts, und die Olympia-Organisatoren: Das Norovirus wütet weiter im Umfeld der Spiele, 17 neue Fälle wurden vermeldet.

Wir erwärmen uns deshalb lieber an unserem Bild des Tages: Leidenschaft, verbunden. Noch Fragen?

Keine Fragen offen ließ auch die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier. Nach ihrem Triumph im Sprint vergoldete sie sich auch noch die Verfolgung.

19 Treffer bei 20 Schüssen, dazu eine gewohnt starke Laufleistung, ...

... das reichte zum lockeren Gold-Coup vor der wundersamen Slowakin Anastasia Kuzmina (l.) und der Französin Anais Bescond.

Damit Sie Dahlmeiers Sieg beim Olympia-Smalltalk fachfraulich einordnen können, verraten wir Ihnen noch fix: zweimal deutsches Einzelgold bei denselben Winterspielen, das hatte zuvor nur Magdalena Neuner geschafft.

Ebenfalls sehr glücklich: der deutsche Biathlet Benedikt Doll.

Er schaffte es beim Sieg des favorisierten Franzosen Martin Fourcade, Mitte, hinter dem dem Schweden Sebastian Samuelsson, links, auf Platz drei.

Arnd Peiffer, hier im Bild, der sich am Sonntag im Sprint überraschend zum Olympiasieger gekürt hatte, ging dieses Mal als Achter leer aus. Simon Schempp wurde Fünfter, Erik Lesser Elfter.

Das ändert allerdings überhaupt nichts daran, dass die deutschen Biathletinnen und Biathleten mit sich und der Welt mehr als zufrieden sein dürfen.

Mit dem besten Auftakt der Olympia-Geschichte haben sie in Pyeongchang eine große Show geliefert: Dreimal Gold und einmal Bronze in den ersten vier Entscheidungen in Südkorea - Respekt.

Apropos gelungener Auftakt - das ist doch eine prima Überleitung zu den Skispringerinnen.

Bei Katharina Althaus, rechts, flossen die Tränen des Glücks, dann fiel ihr Carina Vogt, links, um den Hals.

Mit Olympia-Silber im eiskalten Pyeongchang hat Überfliegerin Althaus nur 48 Stunden nach dem Gold-Coup von Andreas Wellinger die deutsche Skisprung-Party fortgesetzt.

Welche Freude!

Althaus musste sich einzig Topfavoritin Maren Lundby aus Norwegen klar geschlagen geben und holte die erste große Einzel-Medaille ihrer Karriere.

Für Vogt reichte es vier Jahre nach ihrem Olympiasieg von Sotschi diesmal nur zu Platz fünf.

Bronze ging an die Japanerin Sara Takanashi

Sportlich eröffnet hatten diesen dritten Wettkampftag die Snowboard-Frauen, ihr Finale im Slopestyle stand auf dem Programm.

Das allerdings artete wegen der schwierigen Wetterbedingungen mit heftigen Windböen in ein olympisches Sturzfestival aus.

"Es war unverantwortlich", klagte die deutsche Snowboarderin Silvia Mittermüller hinterher ...

... und hatte allen Grund dazu: Bei ihrem Trainingssprung stürzte sie und riss sich den Meniskus im Knie. Olympia ist für sie beendet.

Völlig aufgelöst nach dem Wettkampf: Silje Norendal aus Norwegen, die Vierte wurde ...

... und am liebsten gar nicht angetreten wäre. "Ich wollte mich einfach da oben nur noch hinsetzen und weinen. Mein Körper hat zwei Stunden lang gezittert, weil ich Angst hatte zu fahren", sagte sie und ergänzte, sie habe "Angst" um ihr Leben gehabt.

Selbst Olympiasiegerin Jamie Anderson (USA) räumte ein: "Die Bedingungen waren wirklichhart." Davon abhalten, sich als erste Frau mit zwei Snowboard-Goldmedaillen in den Olympia-Annalen, ließ sich Anderson nicht.

Die große Favoritin war die würdige Siegerin eines fragwürdigen Wettbewerbs.

Mit ihr tricksten sich Weltmeisterin Laurie Blouin (Kanada) sowie Enni Rukajärvi (Finnland/75,38) aufs Podium.

Der Ärger der Snowboarderinnen über den Wettkampf war nicht nur wegen der Stürze groß.

Für Unverständnis sorgte auch, dass sie in die Windlotterie mussten, während der Riesenslalom der Frauen abgesagt wurde.

Der Grund: der Wind, der eisig über den Hang ...

... und die Piste fegte.

DSV-Star Viktoria Rebensburg war schon auf dem Weg zum Start und blieb dann einfach in der Gondel, um direkt wieder hinabzufahren.

Das Rennen soll jetzt am Donnerstag nachgeholt werden wie schon die am Sonntag abgesagte Herren-Abfahrt. Klappt das nicht, wird aus der Riesenslalom-Verschiebung ...

... ein olympisches Riesenchaos.

Schon erfolgreich beendet wurde der Team-Wettbewerb im Eiskunstlaufen. Trotz - für russische Verhältnisse - vergleichsweise plumper olympischer Beeinflussungsversuche ...

... ging Gold an das kanadische Team.

Das tanzte und hüpfte erst virtuos über das Eis ...

... und dann auch famos aufs oberste Treppchen.

Die völlig neutralen "Olympischen Athleten aus Russland" holten Silber, ...

... Bronze ging an die USA.

Falls Sie wissen, wie genau eigentlich die Disziplin des Buckelpistenrennens entstanden ist, ...

... schicken Sie uns eine Mail an sporttag@nama.de

Bis dahin lassen wir uns von den hübschen Bildern faszinieren, die der Sport produziert. Im Bild mutmaßlich die Figur "Faultier".

Es wird aber auch spektakulär gewirbelt ...

... und grandios getrickst. Am besten tat das im olympischen Finale der Herren übrigens ...

… Topfavorit Mikael Kingsbury. Nach Silber vor vier Jahren in Sotschi zeigte der Ski-Freestyler aus Kanada nun in Pyeongchang die überragende Leistung.

Am Ende lag er deutlich vor ...

... dem Australier Matt Graham.

Bronze ging an den Japaner Daichi Hara.

Dritter Sieg im dritten olympischen Rennen: Beim Eisschnelllauf gab es im Gangneung Oval die nächsten Medaillen für die Niederlande.

Ireen Wüst, von der man das durchaus erwarten konnte, feierte den Sieg über die 1500 Meter.

Es ist ihr insgesamt fünftes Gold - und die 31 Jahre alte Athletin damit die erfolgreichste Niederländerin der Olympia-Geschichte.

Ihre Landsfrau Marrit Leenstra schnappte sich die Bronzemedaille.

Silber ging an Miho Takagi aus, die Fahne deutet darauf hin, Japan.

Vor nur etwa 2000 Zuschauern in der gähnend leeren Halle war die Deutsche Gabriele Hirschbichler über ihren zwölften Platz in 1:58,24 Minuten enttäuscht.

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