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Donnerstag, 08. Februar 2018

Fast 100 Meter weg: A20 bricht immer weiter zusammen

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Schon seit dem Herbst 2017 ist die A20 zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Bad Sülze nicht mehr befahrbar. (Foto: dpa)

Schon seit dem Herbst 2017 ist die A20 zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Bad Sülze nicht mehr befahrbar.

Schon seit dem Herbst 2017 ist die A20 zwischen den Anschlussstellen Tribsees und Bad Sülze nicht mehr befahrbar.

Wo eigentlich Autos in die Urlaubsgebiete an der Ostsee rollen sollen, klaffen seit Monaten immer größer werdende Löcher.

Inzwischen erstrecken sich die Verwerfungen bereits auf rund 95 Metern Länge.

Der Anblick, der sich den Messtrupps bietet, hat kaum noch etwas mit einer Autobahn gemein.

Der Bau der Autobahn war im Dezember 2005 nach elf Jahren Bauzeit abgeschlossen worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schnitt nahe dem nun abgebrochenen Teilstück das Band durch.

Der Sprecher des deutschen Autobahnplaners Deges, Michael Zarth, bekräftigt schon beim Auftreten der ersten Schäden, dass die Autobahn auf dem Stand der damaligen Technik und des Regelwerks gebaut worden sei.

Doch 12 Jahre später zeigen sich zunächst Risse, kurz darauf brechen Teile der Fahrbahn regelrecht weg.

Über Wochen hinweg senkte sich der Boden Zentimeter für Zentimeter, mittlerweile klaffen dort lange ...

... und tiefe Krater.

Mehrere Tausend Kubikmeter Erde sackten weg.

Zunächst wurden nur der Standstreifen und eine Fahrbahn gesperrt.

Hilflos registrierten Beobachter, wie jeden Tag weitere Stücke der Autobahn in die Tiefe fielen.

Die A20 ist deshalb seit dem Herbst 2017 in diesem Bereich vollständig gesperrt.

Zunächst waren Gutachter davon ausgegangen, dass eine Vollsperrung nicht nötig sein würde.

Doch mit jedem Tag wurde das Ausmaß der Schäden größer.

Grund für die Probleme ist, dass die Autobahn über einer sogenannten Torflinse verläuft.

Diese war Verkehrsminister Christian Pegel zufolge beim Bau mit vielen kleinen Betonkernen stabilisiert worden. Es müsse geklärt werden, ob diese Kerne die Last nicht gehalten haben.

Vermesser des Landesamtes kontrollieren zwischenzeitlich zweimal täglich mit Höhenmessungen die Fahrbahnoberfläche.

Inzwischen haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet.

Bis Ende Februar soll der Plan für eine Überganglösung stehen, bis 2021 muss der Autobahnabschnitt dann vermutlich komplett neu gebaut werden. (dsi/sba)

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